Meinungsforschung

Umfrage: Selfies nerven 57 Prozent der Deutschen

Bitte recht freundlich: Fußballstars machen sie, Schauspieler und Musiker sowieso, aber auch der Durchschnittsbürger: Selfies, Selbstporträts mit dem Smartphone.

Mehr als die Hälfte der Deutschen (54 Prozent) hat schon mal ein Selfie geschossen, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov ergab. Doch ebenfalls die Mehrheit ist von den vor allem in sozialen Netzwerken allgegenwärtigen Bildnissen mittlerweile schwer genervt. Demnach stimmten 57 Prozent der Befragten der Aussage „Selfies finde ich allgemein nervig“ ganz oder weitestgehend zu.

Bemerkenswert: In Ost und West der Republik sowie bei Männern und Frauen gibt es dabei so gut wie keine gravierenden Unterschiede. Auf Ablehnung stoßen die Porträts vor allem bei Menschen, die älter als 45 sind.

Etwa drei Viertel (76 Prozent) der Deutschen sind zudem der Meinung, dass zu viele Selfies veröffentlicht werden – und 87 Prozent meinen, dass die Selbstporträts „manchmal peinlich“ seien. Hingegen findet nur ein knappes Drittel (31 Prozent) die Schnappschüsse anderer Menschen interessant.

Selfies sind vor allem unter jungen Menschen beliebt – das spiegelt auch die Umfrage wider. 92 Prozent der 18- bis24-Jährigen haben schon einmal ein Selbstbild mit ihrem Smartphone gemacht, bei den 25- bis 34-Jährigen sind es immerhin noch rund drei Viertel. Hauptziel ist dabei immer: Erinnerungen festzuhalten, ganz allgemein (48 Prozent) oder speziell während des Urlaubs(38 Prozent).

Jedes fünfte Selfie entsteht demnach in einer Gruppe – bekannt sind vor allem Fotos jubelnder Fußballer aus der Mannschaftskabine nach einem Sieg. Empfänger der Bilder sind in erster Linie Freunde (46 Prozent) und Familie (40 Prozent). Um ein Foto von sich selbst zu haben, greifen demnach nur 15 Prozent der Befragten zum Handy oder Tablet.