Ehrung

Hilfe in der Nordsee: 16-Jährige ist „Lebensretterin 2014“

Als „Lebensretterin des Jahres 2014“ ist die 16-jährige Schülerin Katja Hönes aus Holzwickede bei Dortmund ausgezeichnet worden.

Die junge Frau rettete im Juli mit couragiertem Einsatz den 19-jährigen Jonas Sander aus der Nordsee, teilte die Beiersdorf AG am Freitag in Hamburg mit. Beide trafen bei der Feierstunde am Donnerstagabend in Hamburg nochmals aufeinander. Sander war bei ablaufendem Wasser von der Strömung erfasst worden und konnte das Ufer allein nicht erreichen. Seine Retterin, die seit ihrem vierten Lebensjahr bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) schwimmt, konnte ihn ohne weitere Hilfsmittel in Sicherheit und dann mit Unterstützung eines Surfers an Land bringen. Diese Leistung war nur dank ihrer guten Ausbildung und des regelmäßigen Trainings bei der DLRG möglich. Zweiter „Lebensretter des Jahres 2014“ wurde Jakob Hitz aus Troisdorf bei Bonn. Der 69-jährige ehemalige Polizist und Marinesoldat holte zwei Jungen im Alter von zehn und zwölf Jahren aus der starken Strömung des Rheins an Land.

In der Kategorie „Langfristiges Engagement“ erhielt die DLRG Ortsgruppe Erwitte bei Soest die Auszeichnung für ihren Einsatz in der Schwimm- und Rettungsschwimmer-Ausbildung. Der „Sonderpreis“ wurde der DLRG Ortsgruppe Plön überreicht. Mit ihrem 2003 initiierten Projekt „Wachminis“ motivieren sie Kinder und Jugendliche für das Rettungsschwimmen. Verliehen wurden die mit insgesamt 7000 Euro dotierten Auszeichnungen von der DLRG und Nivea.

DLRG-Präsident Hans-Hubert Hatje appellierte an die Politik, Schwimmbäder zu erhalten und den Schwimmunterricht zu stärken. 2013 seien bundesweit 34 Kinder und Jugendliche ertrunken, 54 Prozent mehr als im Vorjahr. Nach Recherchen der DLRG wurden seit 2007 in Deutschland fast 300 Bäder geschlossen, mehr als 500 droht das Aus. Auch für den Schwimmunterricht an Schulen stehe immer weniger Zeit zur Verfügung.