Arbeitsgericht

Bahnmitarbeiterin schläft im Zug ein: Kündigungunwirksam

Die Kündigung einer während der Arbeit im Zug eingeschlafenen Bahnmitarbeiterin ist unwirksam.

Das hat das Kölner Arbeitsgericht am Mittwoch entschieden. Die in einem Bordbistro beschäftigte 30-Jährige hatte in einem Abteil die Füße hochgelegt, weil es ihr an dem Tag nicht gut ging. Da niemand sie weckte, schlief die Frau nach eigenen Angaben die ganze siebenstündige Fahrt durch.

Nachdem sie erst am Zielort Basel wieder aufgewacht war, nahm sie ihre Arbeit für vier Stunden wieder auf. Gut sieben Wochen später erhielt sie von der Deutschen Bahn die Kündigung. Dies sei unverhältnismäßig, befanden die Richter. Auch dass die Bahnmitarbeiterin zuvor bereits zweimal abgemahnt worden war, weil sie ihren Dienstbeginn verschlafen hatte, spiele keine Rolle, weil es inhaltlich eine andere Pflichtverletzung sei.