Naturkatastrophe

Angst vor Tsunami: Starkes Erdbeben in Indonesien

Ein starkes Erdbeben unter dem Meeresboden hat am Sonnabend in Indonesien eine Tsunami-Warnung ausgelöst.

Das Beben der Stärke 7,1 ereignete sich am Sonnabend um 3.31 Uhr Mitteleuropäischer Zeit zwischen den Molukken und der Insel Sulawesi, rund 150 Kilometer von der nächsten Küste entfernt. Nach wenigen Stunden wurde die Warnung wieder aufgehoben.

Schäden wurden von den Küsten im Osten des riesigen Inselstaates zunächst nicht gemeldet. Die US-Geologiebehörde USGS hatte die Stärke zunächst mit 7,3 angegeben und dann auf 7,1 korrigiert. Das Zentrum lag etwa 35 Kilometer unter dem Meeresboden. Bis zu 70 Kilometer tiefe Beben können theoretisch Tsunami-Wellen auslösen.

Kleinere Wellen wurden auch für die Küsten der Philippinen, Japans, Taiwans sowie der Inseln im Südpazifik vorhergesagt. Nach Angaben der philippinischen Behörden mussten die Küstengebiete aber nicht evakuiert werden, da von den Wellen keine allzu große Gefahr ausgehe. Rund zwei Stunden nach dem Beben wurde auch die Tsunamiwarnung für die Philippinen aufgehoben.

Indonesien liegt am hufeisenförmigen sogenannten Feuerring, der sich um den Pazifischen Ozean zieht. Dort gibt es unzählige Vulkane und jedes Jahr tausende, meist kleinere Erdbeben. Ausgelöst werden sie von der Bewegung der Erdplatten, die dort aufeinanderstoßen.

Am 26. Dezember 2004 hatte ein Beben der Stärke 9,1 vor Sumatra einen gewaltigen Tsunami ausgelöst, der rund um den Indischen Ozean etwa 230.000 Menschen tötete.