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Musik gegen Ebola: Stars treffen sich zur „Band Aid“-Aufnahme

Bob Geldof ruft und die Stars kommen: Sängerin Rita Ora, 23, und Harry Styles, 20, von One Direction sind am Sonnabend als Erste für die Neuaufnahme des Weihnachtshits „Do They Know It’s Christmas?“ eingetroffen.

30 Jahre nach dem ersten „Band Aid“-Projekt werden in London auch Coldplay-Sänger Chris Martin, 37, und Sam Smith, 22, erwartet. Der schottische Musiker und Mitorganisator Midge Ure, 61, sagte, die Herausforderungen seien noch die gleichen wie vor 30 Jahren, als er mit dem Iren Geldof, 63, erstmals zum Singen für den guten Zweck aufrief, damals gegen die Hungersnot in Äthiopien: „Es ist immer ein enger Zeitplan. Fragt mich morgen, wenn ich hier übernächtigt rauskomme und es hoffentlich fertig ist.“ In Deutschland wollen am Montag mehr als zwei Dutzend Stars das Lied erstmals auf Deutsch einspielen, darunter Die Toten Hosen, Udo Lindenberg und Max Raabe. Das eingenommene Geld soll dem Kampf gegen Ebola in Westafrika zugutekommen.

Ein mit dem lebensgefährlichen Virus infizierter Arzt aus Sierra Leone ist unterdessen zur Behandlung in die USA ausgeflogen worden. Die Maschine mit dem Chirurgen Martin Salia an Bord habe Freetown am Sonnabend verlassen, sagte der oberste Gesundheitsbeamte des Landes, Brima Kargbo. Der 44-Jährige soll in einer Klinik in der Stadt Omaha im US-Staat Nebraska behandelt werden. Er wird der dritte Ebola-Patient in dem Krankenhaus in Omaha und der zehnte in den USA insgesamt sein. Die US-Botschaft teilte am Freitag mit, Salia zahle selbst für die Rettungsaktion. Der Mediziner ist Staatsbürger Sierra Leones, hat aber eine Aufenthaltsberechtigung für die USA. Seine Familie lebt im US-Staat Maryland. Bisher starben mehr als 5100 Menschen an Ebola. Einen Impfstoff gibt es noch nicht. Die Weltgesundheitsorganisation warnte am Freitag, von den derzeit bekannten experimentellen Therapien könnten nur wenige effektiv Ebola bekämpfen.