Unglück

29 Tote bei Busunfällen in Spanien und Ecuador

Viele Pilger sterben bei Rückreise aus Madrid. Bei Quito stürzt Fahrzeug in eine Schlucht

Im einen Fall mindestens 14, im zweiten Fall mindestens 15 Menschen sind bei zwei tragischen Unfällen ums Leben gekommen. Im Südosten Spaniens war es das tragische Ende einer Pilgerreise. Neben den 14 Toten, die zu beklagen sind, wurden mehr als 40 weitere Insassen des verunglückten Reisebusses verletzt. Das Unglück war der schwerste Busunfall in Spanien seit mehr als zehn Jahren.

Wie der Präfekt der Region Murcia, Joaquín Bascuñana, am Sonntag mitteilte, war das mit Pilgern besetzte Fahrzeug in der Nacht bei der Ortschaft Venta de Olivia von der Fahrbahn abgekommen. Der Bus stürzte eine etwa 15 Meter tiefe Böschung hinab und blieb auf der Seite liegen. Die Region Murcia erließ eine dreitägige offizielle Trauer. Die Businsassen waren auf dem Rückweg von einer Pilgerreise nach Madrid. Sie hatten in der Hauptstadt einer vor 40 Jahren gestorbenen und 2003 heilig gesprochenen Nonne ihre Ehre erwiesen. Etwa 60 Kilometer vor dem Heimatort Bullas ereignete sich das Unglück. Der 36-jährige Gemeindepfarrer, der die Reise organisiert hatte, war nach Angaben der Rettungsdienste unter den Toten. Zehn Opfer starben an der Unglücksstelle, vier erlagen später in Krankenhäusern ihren Verletzungen.

Die genaue Ursache des Unglücks war zunächst nicht bekannt. Der Bus war möglicherweise mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Dem Fahrer, der das Unglück leicht verletzt überlebt hatte, würden fahrlässige Tötung und Körperverletzung zur Last gelegt, sagte der Präfekt. Ein Alkohol- und Drogentest fiel negativ aus. Der Fahrer sagte nach Medienberichten aus, die Bremsen des Busses hätten versagt. Der Besitzer des Busunternehmens, bei dem das Fahrzeug gechartert worden war, wies demgegenüber darauf hin, dass bei dem Bus erst vor wenigen Tagen die technische Prüfung abgenommen worden sei.

Auch in Ecuador hat sich ein schweres Busunglück ereignet, bei dem mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen sind. 16 weitere wurden verletzt, als der Bus am Sonnabend südwestlich der Hauptstadt Quito von der Straße abkam und in eine Schlucht stürzte, wie die Zeitung „La Hora“ berichtete. Einige weitere Opfer seien in kritischem Zustand.

Ersten Ermittlungsergebnissen zufolge verlor der Fahrer in den frühen Morgenstunden die Kontrolle über den Bus, als er auf der Landstraße zwischen Alóag und Santo Domingo einen Lastwagen überholen wollte. Die Polizei veröffentlichte ein Foto, auf dem der völlig zerstörte Bus über 100 Meter unterhalb der Straße am Berghang zu sehen ist.