Ermittlungen

Mutter kommt nach Tod ihrer Töchter in Untersuchungshaft

Nach der mutmaßlichen Tötung ihrer beiden Töchter muss sich eine 41-Jährige aus Köngen (Kreis Esslingen) für die grausame Tat verantworten.

Die Mutter der sieben und zehn Jahre alten Kinder sitzt seit Montagnachmittag in Untersuchungshaft. Anders als zuerst angenommen, schätzt die Staatsanwaltschaft die Frau doch als schuldfähig ein. Die Tatverdächtige gehöre in ein Gefängnis und nicht in eine psychiatrische Klinik, sagte eine Sprecherin der Anklagebehörde in Stuttgart. Der Haftrichter bestätigte den Haftbefehl. Die Polizei versucht zu klären, was am Sonntag in der Wohnung der Familie in der 9600-Einwohner-Gemeinde passiert ist. An diesem Dienstag sollen die Leichen der Mädchen obduziert werden. Noch immer ist die Todesursache unklar.

Der Polizei zufolge hatte die Mutter selbst gegen 14.30 Uhr per Telefon die Beamten gerufen und gesagt, dass sie schnell jemanden schicken sollen. Die Frau hatte sich an dem Tag mit ihren Töchtern in der Wohnung aufgehalten. Der Vater der Kinder sei nicht zu Hause gewesen, hieß es. Er wurde schließlich von der Polizei informiert und psychologisch betreut. Die beiden Mädchen waren die einzigen Kinder des Paares.

Die 41-jährige Mutter war zunächst unter Aufsicht in einem Krankenhaus behandelt worden, weil sie leicht verletzt war. Die Ermittler waren aber schon früh von einem Gewaltverbrechen ausgegangen. Am Tatort habe es mehrere Blutspuren gegeben, hieß es. Wie genau die Mädchen ums Leben kamen, wurde jedoch vorerst nicht bekannt.

Im Oktober hatte ein Fall bei Ulm für Entsetzen gesorgt, bei dem eine 36-Jährige ihre elf Jahre alte Tochter mit mehreren Messerstichen getötet haben soll. Nachdem die Frau mit einem Messer in der Hand und blutverschmiert auf der Autobahn gesehen worden war, entdeckte die Polizei die Leiche des Kindes und den lebensgefährlich verletzten Bruder. Das Motiv ist noch immer unklar.