Panne

Blackout im ganzen Land: In Bangladesch fällt der Strom aus

Ein landesweiter Stromausfall hat am Sonnabend Bangladesch lahmgelegt.

Ursache war eine Panne an einer Hochspannungsleitung, über die das Land Strom aus dem benachbarten Indien bezieht. Nach stundenlangen Bemühungen um die Fehlerbehebung teilten die Behörden am Sonnabendabend (Ortszeit) mit, die Reparatur des Systems werde noch mindestens zwölf weitere Stunden dauern.

Bangladesch importiert seit einem Jahr über eine 400-Kilovolt-Leitung Strom aus dem indischen Unionsland Westbengalen. Der Direktor des für das Stromleitungsnetz zuständigen Staatsunternehmens, Masum-Al-Beruni, sagte, die Panne in der Stromleitung aus Indien habe eine Serie von Ausfällen im gesamten Netz nach sich gezogen. Aus Unternehmenskreisen verlautete, Kraftwerke und Verteilerstationen hätten sich abgeschaltet Die Krankenhäuser der zehn Millionen Einwohner zählenden Hauptstadt Dhaka und der internationale Flughafen wurden mit Hilfe von Notgeneratoren mit Strom versorgt.

Doch viele Unternehmen mussten ihre Mitarbeiter wegen des Blackouts nach Hause schicken. Bei Anbruch der Dunkelheit ging in Dhaka kaum ein Licht an. Nach Behördenangaben war es nur bei einigen strategischen Gebäuden wie Krankenhäusern, der Präsidenten- und Ministerpräsidenten-Residenz gelungen, die Stromversorgung wieder herzustellen.

Bangladesch ist eines der am schlechtesten mit Energie versorgten Länder weltweit. Mehr als ein Drittel der 166 Millionen Einwohner sind nicht an das Stromnetz angeschlossen, das als veraltet und schlecht gewartet gilt.