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„It’s a baby boy“

Robbie Williams twittert live aus dem Kreißsaal Videos von der Geburt seines Sohnes

Zu einer Geburt gehören Mutter, Vater, Gynäkologe, eventuell eine Hebamme und natürlich das Neugeborene. Robbie Williams sieht das anders. Der 40-Jährige ließ über Twitter gleich die ganze Welt an der Geburt seines Sohnes teilhaben. Und auch die werdende Mutter agierte anders als andere Mütter. Ayda Field, 35, nahm in mit Swarovski-Steinen besetzten blutroten High Heels mit roten Sohlen (Louboutins) auf dem Gynäkologenstuhl Platz, alberte zwischen den Wehenschüben mit Williams herum und tanzte zu Hip-Hop. Wie kann man als Gebärende nur so tiefenentspannt sein? Aber Ayda Field ist ja auch nicht irgendwer, sondern die Frau eines Superstars.

Man kann sich fragen, ob das Teilhabenlassen an einer intimen Angelegenheit wie einer Geburt nicht geschmacklos ist. Doch mit einer Art Liveticker auf Twitter zur Geburt des zweiten gemeinsamen Kindes erreichte Williams jedenfalls große Aufmerksamkeit. Mit humorvollen Videos und Twitter-Botschaften dokumentierte er den harten Weg der Geburt. Montagvormittag startete er mit einem Foto. Zu sehen: Field auf dem Gynäkologenstuhl in besagten High Heels. Titel: „Wenn Ayda zum Arzt geht, kleidet sie sich angemessen ;-)“ . Die folgenden kurzen YouTube-Clips werden tausendfach geteilt.

Zu Beginn der Berichterstattung tanzt auch Ayda Field noch vor ihrem Mann in einem Video, doch schnell wechseln die Rollen: Zu sehen sind dann die latent genervte Mutter im Krankenhausbett und Williams, der zu seinem Hit „Candy“ tanzend singt. Die ironische Überschrift: „Ich helfe.“ Als eine Krankenschwester die werdende Mutter in einem anderen Clip schon zum Pressen auffordert, bittet die Gebärende ihren Mann dann endgültig: „Kannst du aufhören, ‚Frozen’ zu singen?“ Dass fast jeder Moment, ob tanzend oder leidend, online gestellt wurde, scheint dennoch kein Problem für Ayda Field.

Nach 14 Stunden setzte Williams gegen ein Uhr seine letzten Twitter-Meldungen ab: „It’s a baby boy“ – es ist ein Junge. „Danke, dass ihr die Reise mit uns geteilt habt, wir wurden mit einem schönen kleinen Jungen gesegnet.“ Allerdings ist der „baby boy“ selbst nicht mehr in einem Foto oder Video zu sehen.

Dafür die Mama, der man die Anstrengung dann doch sehr ansieht. Und doch sieht sie besser aus als manch andere im Normalzustand. Bleibt die Frage: Wer war die dritte anwesende Person, die die Videos und Fotos machte?