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Elfenbeinküste: Erstmals steht Vater wegen Zwangsehe vor Gericht ++ Südkorea: Verantwortlicher für Unglückskonzert tot ++ Nepal: Zahl der Toten steigt nach Himalaya-Unglück auf 39

Erstmals steht Vater wegen Zwangsehe vor Gericht

Zum ersten Mal muss sich ein Vater in der Elfenbeinküste wegen der Zwangsverheiratung seiner elfjährigen Tochter vor Gericht verantworten. Der 37-Jährige müsse am Mittwoch vor einem Gericht der Stadt Bouaké erscheinen, sagte ein Justizvertreter am Freitagabend. Nach seinen Worten könnte der Prozess ein „Exempel statuieren“. Laut einem noch nicht veröffentlichten Bericht des UN-Kinderhilfswerks Unicef heiraten rund zwölf Prozent der Frauen in dem westafrikanischen Staat vor ihrem 15. und 36 Prozent vor ihrem 18. Lebensjahr. Viele von ihnen werden viel zu früh schwanger und laufen deshalb Gefahr, die Geburt ihres Kindes nicht zu überleben.

Verantwortlicher für Unglückskonzert tot

Einer der Planer des Popkonzerts, bei dem am Freitag in Südkorea 16 Menschen ums Leben kamen, ist tot. Die 37-Jährige sei am Sonnabend am Fuße eines zehnstöckigen Gebäudes in der Nähe des Unglücksorts gefunden worden, sagte ein Sprecher der Stadt Seongnam. Der Mann habe anscheinend Selbstmord begangen.

Bei dem Unglück war während des Auftritts der in Asien populären Mädchenband „4Minute“ das Gitter eines Lüftungsschachts eingebrochen. 16 darauf stehende Zuschauer stürzten 20 Meter tief in den Tod, wie ein Stadtsprecher mitteilte. Der Fernsehsender YTN zeigte ein Video, in dem die Band nach dem Unglück zunächst noch weiterspielt.

Zahl der Toten steigt nach Himalaya-Unglück auf 39

Nach dem gewaltigen Schneesturm im Himalaya ist die Zahl der entdeckten Toten auf 39 gestiegen. An der Grenze zwischen den Distrikten Mustang und Dolpa seien noch einmal acht Leichen entdeckt worden, sagte Nepals Innenministeriumssprecher Yadac Koirala am Sonnabend, vier Tage nach der Wetterkatastrophe. Allerdings sei es noch nicht möglich gewesen, sie vom Berg zu holen. An anderen Orten wurden eine Japanerin und ein Inder gefunden. Der Schneesturm war am Dienstag überraschend über das Zentrum Nepals hereingebrochen. Hunderte Wanderer waren zu diesem Zeitpunkt auf der beliebten Annapurna-Runde unterwegs.