Raumfahrt

Raumfahrer Alexander Gerst zum Außeneinsatz im All

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst ist zu einem Außeneinsatz ins All ausgestiegen.

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa zeigte in einer Übertragung im Internet, wie Gerst am Dienstag zusammen mit seinem US-Kollegen Reid Wiseman durch eine Luke vorsichtig die Internationale Raumstation ISS verließ. Gerst und Wiseman sollen rund 400 Kilometer über der Erde unter anderem Montagearbeiten an einem Roboterarm und einem defekten Pumpenmodul erledigen. Für den Einsatz sind mehr als sechs Stunden veranschlagt.

Kurz vor dem Ausstieg hatte Gerst per Twitter an Wiseman geschrieben: „Let's take a walk on the wild side“ (etwa: Lass uns ein Abenteuer wagen). Es ist der erste Außeneinsatz eines deutschen Raumfahrers seit mehr als sechs Jahren. Gerst arbeitet seit Ende Mai auf dem Außenposten der Menschheit. Der 38 Jahre alte Geophysiker aus Künzelsau in Baden-Württemberg soll Anfang November zur Erde zurückkehren. Außer Gerst und Wiseman arbeiten derzeit zwei Kosmonauten und eine Kosmonautin sowie ein weiterer US-Amerikaner auf der ISS.

Vor Gerst arbeiteten Thomas Reiter (2006) und Hans Schlegel (2008) mehrere Stunden lang außerhalb der Raumstation ISS. Ein Außenbordeinsatz gilt als anstrengend und gefährlich, da sich Astronauten aus der schützenden Hülle der Raumstation in die lebensfeindliche Umgebung des Weltalls begeben.