Fernsehen-Vergangenheit

Echte Ärzte und Patienten ziehen in „Schwarzwaldklinik“

In eine der bekanntesten TV-Kulissen Deutschlands kehrt wieder Leben ein.

30 Jahre nach dem Beginn der Dreharbeiten für die ZDF-Serie „Schwarzwaldklinik“ hat in dem Klinikgebäude in Glottertal bei Freiburg ein Krankenhaus für Psychosomatik seinen Betrieb aufgenommen. Behandelt werden Akut- und Reha-Patienten, sagte Klinikchef Franz-Josef Luxem zur Eröffnung am Montagmorgen. Das vor genau 100Jahren erbaute Sanatorium, das in den 80er-Jahren der ZDF-Serie „Schwarzwaldklinik“ das Gesicht gab, stand die vergangenen zehn Jahre leer. Es diente bis 2004 als Einrichtung zur Familienrehabilitation.

Obwohl sie einen anderen Namen trägt, bleibt die Aufschrift „Schwarzwaldklinik“ über dem Eingang hängen. Das im Jahr 1914 errichtete Gebäude ist bis heute ein Touristenmagnet. Es kann auch künftig von außen besichtigt werden. Verändert wurde nur wenig.

Rund um die Klinik wurden von Sommer 1984 an Außenaufnahmen für die „Schwarzwaldklinik“ gedreht. Sie gehört bis heute zu den populärsten deutschen Fernsehserien. Bis zu 28 Millionen Zuschauer saßen in Deutschland pro Folge vor den Bildschirmen. Es wurden insgesamt 75 Folgen gesendet, die erste im Oktober 1985. Auch international war die Serie um Professor Dr. Brinkmann (Klausjürgen Wussow) ein Renner: Sie wurde in 43 Ländern ausgestrahlt. An den Drehorten im Schwarzwald löste die Serie einen Touristenboom aus.