Kriminalität

Hoeneß zahlt mehr als 30 Millionen Euro ans Finanzamt

Der frühere FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ die Steuerschulden, die aus seinen Börsengeschäften in der Schweiz stammten, vollständig beglichen.

Die „SZ“ berichtet in ihrer Montagsausgabe unter Berufung auf Kreise der Steuerverwaltung, Hoeneß habe gut 30 Millionen Euro an das Finanzamt Miesbach überwiesen. Die Steuerzahlung sei eine entscheidende Voraussetzung dafür gewesen, dass Hoeneß am vergangenen Sonnabend bereits dreieinhalb Monate nach Haftantritt erstmals Ausgang erhalten habe.

Insgesamt habe sich die Steuerschuld des Ex-FC-Bayern-Präsidenten auf gut 40 Millionen Euro belaufen, heißt es in dem Bericht weiter. Hoeneß habe im vergangenen Jahr im Zuge seiner Selbstanzeige eine erste Zahlung von zehn Millionen Euro geleistet. Der frühere Fußball-Manager war im März dieses Jahres wegen Steuerhinterziehung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte für Spekulationsgeschäfte in der Schweiz jahrelang keine Steuern gezahlt.

Nach dreieinhalb Monaten Haft hatte der 62-Jährige am Wochenende seinen ersten Schnuppertag in Freiheit. Hoeneß traf sich für mehrere Stunden mit seiner Familie – und das ganz ohne Aufsicht durch Wachpersonal, wie sein Anwalt Tobias Pretsch berichtete.

Hoeneß war am 13. März wegen Steuerhinterziehung von 28,5 Millionen Euro zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Am 2. Juni hatte der Ex-Präsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München seine Strafe im Gefängnis angetreten.