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Marsch: Brite läuft den Nil der Länge nach zu Fuß ab ++ Unglück: Drei Tote bei Hauseinsturz in einem Pariser Vorort ++ Fleißarbeit: Arbeit an Latein-Wörterbuch endet nach 101 Jahren

Brite läuft den Nil der Länge nach zu Fuß ab

Levison Wood, 32, ehemaliger britischer Armeeoffizier, hat als womöglich erster Mensch den Nil in seiner ganzen Länge abgeschritten. Nach mehr als 5000 Kilometern und fast neun Monaten erreichte er jetzt das Mittelmeer beim ägyptischen Rosetta und twitterte „Geschafft!“. Am 3. Dezember war er in den Bergen von Ruanda aufgebrochen. Jetzt sei es „Zeit, die geschundenen Füße auszuruhen“, sagte Wood. Der aus Fulham bei London stammende ehemalige Soldat mit Afghanistan-Erfahrungen hatte auf seinem Weg am längsten Fluss der Welt sechs Länder durchquert, unter anderem Krisenregionen wie den Südsudan. Zeitweilig geriet er selbst in Gefangenschaft.

Drei Tote bei Hauseinsturz in einem Pariser Vorort

Beim teilweisen Einsturz eines vierstöckigen Wohngebäudes im Pariser Vorort Rosny-sous-Bois sind am Sonntag drei Menschen ums Leben gekommen. Bei den Opfern handelt es sich um ein achtjähriges Kind und zwei Frauen. Die Rettungskräfte hatten eine der beiden Frauen noch lebend unter den Trümmern entdeckt, sie starb jedoch während der Bergung. Rettungskräfte durchsuchten die Trümmer mit Spürhunden nach Opfern oder Überlebenden. Sechs Menschen galten als vermisst. Rund ein Drittel des Gebäudes ist eingestürzt, der Rest ist einsturzgefährdet. Der Präfekt von Seine-Saint-Denis erklärte, die Explosion sei wohl auf ein Gasleck zurückzuführen.

Arbeit an Latein-Wörterbuch endet nach 101 Jahren

Nach 101 Jahren endet die Arbeit an einem Wörterbuch für mittelalterliches Latein aus britischen Quellen. Der letzte Eintrag des 17-bändigen Werks befasst sich mit „zythum“, einer Art Bier. Den Anstoß zu der wissenschaftlichen Unternehmung gab der Oxford-Historiker Robert Whitwell 1913. Seither wurden unter anderem von Freiwilligen 750.000 Karteikarten zu mehr als 100.000 Vokabeln mit 400.000 Verwendungsbelegen angelegt. Der dritte und aktuelle Herausgeber Richard Ashdowne, der das Projekt 2008 beim Buchstaben „S“ übernahm, sagte, ein solches Unterfangen würde heute vermutlich nicht mehr begonnen.