Unfall

Touristen treiben nach Bootsunglück stundenlang im Meer

Es war ein Segeltörn, der zum Alptraum wurde: Fischer haben acht Touristen und fünf Einheimische mehr als 24 Stunden nach dem Kentern eines Touristenbootes vor Indonesien aus dem Meer gerettet.

Sie trieben mit Schwimmwesten im Wasser, wie die Behörde für Katastrophenschutz am Montag berichtete. Die Fischer entdeckten sie am Sonntagabend. Zwei Spanier wurden am Montag noch vermisst. Insgesamt überlebten 23 Menschen das Unglück von Sonnabend, darunter vier Deutsche. Zehn Touristen waren bereits am Sonntagmorgen an einem Strand entdeckt worden. Sie hatten sich nach dem Sinken des Schiffes schwimmend an Land gerettet. „Wir hatten als Rettungsboot nur eine Jolle für sechs Leute“, erinnert sich Gaylene Wilkinson aus Neuseeland. Wenigstens habe es Schwimmwesten gegeben. „Die zehn besten Schwimmer entschlossen sich, an Land zu schwimmen“, berichtete TonyLawton dem Sender TV3. „Wir dachten, wir schaffen es, und es hat auch geklappt, aber es war eng.“ Die Vulkaninsel Sangeang liegt fünf Kilometer entfernt. Das Meer ist rau, die Wellen sind hoch. Die Sonne ist erbarmungslos. Wie durch ein Wunder haben es schließlich doch alle nach Sangeang geschafft.

Die vier Deutschen hatten nach Angaben der deutschen Botschaft in Jakarta bereits Kontakt zu deutschen Behörden. Sie sollten auf die Ferieninsel Bali gebracht werden. Das Schiff war zwischen der Ferieninsel Bali im Osten des Landes und der Insel Komodo gesunken. Es war nach Angaben der Behörden auf ein Riff gelaufen und hatte dabei ein Leck bekommen.