Unfall

Britischer Pilot verliert Armprothese beim Landeanflug

Ein Pilot, 46, der britischen Fluggesellschaft Flybe hat beim Landeanflug auf den City-Airport von Belfast seine Armprothese verloren.

Er konnte die Maschine dennoch sicher zu Boden bringen. Keiner der 47 Passagiere auf dem Flug von Birmingham in die nordirische Hauptstadt wurde verletzt. Auch die Maschine vom Typ Dash-8 sei bei der harten Landung unbeschädigt geblieben, erklärte die Luftfahrtaufsicht am Donnerstag zu dem Vorfall vom Februar. Die Fluggesellschaft erklärte, sie sei stolz darauf, die Rechte Behinderter zu wahren. „Der Kapitän, um den es geht, ist einer von Flybes erfahrensten Piloten.“

Die Prothese hatte sich in der Phase der Landung sehr kurz vor dem Bodenkontakt gelöst. Dadurch habe der Kapitän kurz die Kontrolle über die Maschine verloren. Wegen der kurzen Zeit bis zur Landung und der schwierigen Flugbedingungen bei schlechtem Wetter habe er sich dennoch entschlossen, nicht dem Co-Piloten das Kommando zu übertragen. Er habe versprochen, den Halt seiner Prothese künftig besser zu prüfen. Außerdem werde er seine Co-Piloten unterrichten, dass sie zu jeder Zeit in der Lage sein müssten, das Ruder zu übernehmen.

Gleichzeitig wurde am Donnerstag bekannt, dass wegen eines Nickerchens eines anderen Piloten eine mit 280 Menschen besetzte Boeing 777 der Jet Airways vor einer Woche auf dem Weg von Mumbai nach Brüssel während des Fluges Hunderte Meter in die Tiefe gesackt ist. Der Kapitän könnte ein durch Regularien gedecktes Schläfchen gehalten haben. Es wird geprüft, ob die Erste Offizierin ebenfalls eingenickt ist. Sie bemerkte das Absacken um mehr als 1500 Meter nicht. Bis zum Abschluss der Untersuchung sollen beide keine Maschinen fliegen.