Unglück

Dutzende Menschen sterben in Teheran bei Flugzeugabsturz

Bis zu 48 Menschen sind bei einem Flugzeugunglück in Teheran ums Leben gekommen.

Es war wohl ein Motorschaden, der die kleine Passagiermaschine einer iranischen Airline am Sonntagmorgen schon kurz nach ihrem Start zum Absturz brachte. Laut der Nachrichtenagentur Irna starben bei dem Unglück 40 Passagiere und acht Crewmitglieder. Dazu hieß es, dass drei Überlebende in Krankenhäuser gebracht worden seien. Später korrigierte der staatliche Fernsehsender Irib die Todeszahlen nach unten. Demnach kamen 37 Menschen ums Leben, elf wurden verletzt.

Auf Bildern war eine riesige schwarze Rauchwolke zu sehen. Andere Fotos zeigen Mitglieder der Revolutionsgarden, die die Trümmer bergen, die direkt auf einer belebten Straße Teherans liegen. Bei der Maschine handelt es sich um eine zweimotorige Propellermaschine vom Typ Hesa IrAn 140-100 der Fluggesellschaft Sepahan Airlines, die auf dem Weg nach Tabas im Osten des Landes war. Der Flugzeugtyp ist eine Lizenzproduktion des ukrainischen Modells Antonov 140 aus vorgefertigten Teilen durch den Flugzeughersteller Hesa. Das Flugzeug mit 140 Sitzplätzen hatte laut der Branchendatenbank Aviation Safety Network im Jahr 2008 seinen Erstflug, war also erst sechs Jahre alt. Bislang sind von rund 30 herstellten Antonov 140 samt Lizenzproduktion insgesamt nunmehr vier Maschinen abgestürzt, davon drei im Iran.

Wegen alter Flugzeuge und schlechter Wartung gibt es im Iran immer wieder Unglücke. Viele der Flugzeuge der Flotte der Iran Air wurden vor der islamischen Revolution 1979 gekauft, die die Beziehungen zu den USA und Europa zerstörte. Wegen der US-Sanktionen konnten für US-Flugzeuge keine Ersatzteile nachbestellt werden. Das Land kaufte dann russische Flugzeuge, viele aus der Zeit der Sowjetunion.