Gewitter

Schwere Unwetter in Hessen und Rheinland-Pfalz

Heftige Gewitter haben in Hessen und Rheinland-Pfalz am Sonntagabend größere Schäden verursacht.

Laut Polizei und Feuerwehr deckten Sturmböen dutzende Dächer ab und brachten zahlreiche Bäume zum Umstürzen. Im Taunus und in der Pfalz rund um Ludwigshafen kam es daraufhin zu Verkehrsbehinderungen, weil viele Straßen nicht mehr passierbar waren. Von verletzten Menschen wurde zunächst aber nichts berichtet.

Besonders schlimm erwischt hat es die kleine Kurstadt Bad Schwalbach im Taunus. „Hier sieht es aus, als ob eine Bombe eingeschlagen hätte“, berichtete ein Augenzeuge aus dem Kurpark. Dutzende Bäume lagen entwurzelt herum, laut Polizei waren zudem bei mehr als 50 Häusern die Dächer ganz oder teilweise abgedeckt worden. Zunächst schien es so, als ob keine Menschen verletzt worden seien. Da aber am späteren Abend noch ein Frau vermisst wurde, lief eine Suchaktion von Polizei und Feuerwehr im Kurpark an. Zum Einsatz sollten ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera und Suchhunde kommen, wie Kreisbrandinspektor Joachim Dreier berichtete. Die Polizei schickte aus Wiesbaden Verstärkung.

Die Feuerwehr in den Taunusorten Bad Schwalbach und Taunusstein war zu einem Großeinsatz ausgerückt. „Es sieht so aus, als ob hier eine Windhose quer durch den Ort gelaufen ist“, sagte Dreier. Insgesamt waren mehr als 100 Einsatzkräfte im Dienst. Eine Landstraße zwischen dem Taunussteiner Ortsteil Wingsbach und Steckenroth war wegen umgestürzter Bäume gesperrt. Die Stadt Ludwigshafen meldete bis zum Abend 65 Einsätze, meist wegen umgestürzter Bäume. Die Berufsfeuerwehr und die gesamte freiwillige Feuerwehr seien unterwegs. Das Lagezentrum im Stuttgarter Innenministerium meldete zudem umgestürzte Bäume im Rhein-Neckar-Kreis.