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Verletzung: Urteil im Mollath-Prozess fällt am Donnerstag ++ Verheerung: 500.000 Menschen flüchten in Japan vor „Halong“ ++ Verwechslung: Justiz spricht Zwillinge der austragenden Mutter zu

Urteil im Mollath-Prozess fällt am Donnerstag

Das Landgericht München hat den Termin für die Urteilsverkündung im Fall Mollath auf kommenden Donnerstag festgelegt. Am Freitag hatte Oberstaatsanwalt Wolfhard Meindl im Wiederaufnahmeverfahren gegen den Ex-Psychiatrie-Insassen Gustl Mollath auf schuldig plädiert. Der 57-Jährige sei schuldfähig gewesen, als er seine Frau im Jahr 2001 misshandelt und Dutzende Reifen zerstochen habe. Allerdings stehe ihm eine Entschädigung für die Zeit der Psychiatrie-Unterbringung zu. Die Kosten für das Wiederaufnahmeverfahren sowie die Ausgaben Mollaths für seine Verteidigung trägt ohnehin die Staatskasse. Mollath selbst hatte die Taten stets bestritten. Er sei Opfer eines Komplotts geworden.

500.000 Menschen flüchten in Japan vor „Halong“

Rund 500.000 Menschen aus zwei Städten in der japanischen Präfektur Mie auf der Hauptinsel Honshu wurden vor dem herannahenden Taifun „Halong“ in Sicherheit gebracht. Heftige Niederschläge und starker Wind hatten bereits den Westen des Inselstaats erreicht, 20 Menschen wurden Behörden zufolge bereits verletzt. Laut Prognose sollte „Halong“ nach Mitternacht (Ortszeit) am Sonntag bei der Insel Shikoku mit bis zu 180 Kilometer pro Stunde auf Land treffen. Die Wetterbehörde warnt vor Erdrutschen, meterhohen Wellen und anschwellenden Flüssen. Rund 500 Flüge wurden am Sonnabend gestrichen, 20.000 Reisende strandeten an Flughäfen.

Justiz spricht Zwillinge der austragenden Mutter zu

Nach einer Verwechslung bei einer künstlichen Befruchtung in Italien hat ein Gericht zugunsten der Frau entschieden, die die Zwillinge ausgetragen hat. Der Sorgerechtsanspruch der leiblichen Eltern, deren Embryo versehentlich einer anderen Frau eingepflanzt worden war, entspreche nicht den Kindesinteressen, so Richterin Silvia Albano in Rom. Nach italienischem Recht gehörten die Kinder „zu der Mutter, die sie geboren hat“. Bereits in den ersten Tagen nach der Geburt hätten die Zwillinge eine Gefühlsbindung zu ihren „Leiheltern“ aufgebaut. Die Verwechselung war bei einem Gentest im dritten Monat entdeckt worden.