Unglück

Den letzten Wunsch erfüllt – und dabei tödlich verunglückt

Man kennt die oft anrührenden Geschichten von Menschen, die schwer krank sind: Sie wollen sich noch den einen oder anderen Wunsch erfüllen, bevor sie sterben müssen.

So erging es auch Geraldine Jones aus England. Die 52-Jährige war an Krebs erkrankt und kämpfte vier Jahre mit Chemotherapie gegen das Leiden. In dieser Zeit erstellte sie eine Liste mit Dingen, die sie noch tun wollte, wie die britische Zeitung „The Telegraph“ berichtet. Unter anderem stand auf der Liste: Auf einem Sandstrand reiten und dabei den Wind durch die Haare wehen lassen. Am Llangennith Beach im nahe gelegenen südwalisischen Gower, den sie sehr liebte, sollte das geschehen, wie eine Freundin der Zeitung berichtete.

Dann kam die erlösende Nachricht: Der Krebs ist besiegt! Natürlich wollte sich Geraldine Jones die Wünsche auf der „letzten Liste“ trotzdem erfüllen und freute sich auf den Ausritt mit einer Freundin.

„Nie etwas Tragischeres gehört“

Dann geschah der tragische Unfall: Das Pferd warf die gerade genesene Frau ab. Dabei zog diese sich so schwere Kopfverletzungen zu, dass sie starb. Die Freundin und ein Jogger versuchten noch, Erste Hilfe zu leisten, berichtet „The Telegraph“. Aber als ein Notarzt der Küstenwache und ein Rettungshubschrauber eintrafen, war Jones gestorben – die Wiederbelebung gelang nicht.

„Ich denke nicht, dass ich jemals etwas Tragischeres gehört habe“, erzählte ein Nachbar der Verunglückten der Zeitung „Daily Mail“. Jones habe gegen den Krebs gekämpft, die Familie habe mit ihr gekämpft, und sie hätten das gemeinsam und erfolgreich durchgestanden. „Und dann passiert so etwas.“ Den Medienberichten zufolge arbeitete Geraldine Jones als PR-Beraterin für ein Hospiz in der Nähe von Hereford. Als sie die Krebsdiagnose erhalten hatte, habe sie „mit Würde und Stärke“ weitergearbeitet, so ihre Kollegen. Jetzt seien alle tief bestürzt, sagte Nicky West, die Leiterin des St Michael’s Hospice in Hereford.