Unglück

Unwetter überflutet Festgelände in Italien: Vier Menschen sterben

Im Nordosten Italiens ist das Straßenfest einer kleinen Gemeinde in einer Tragödie geendet.

Vier Menschen starben und 20 weitere wurden verletzt, als in der Nacht zum Sonntag ein nach starken Regenfällen angeschwollener Fluss übers Ufer trat und eine gewaltige Flutwelle den Ort Refrontolo erfasste, wie italienische Medien berichteten. Demnach hatte ein rund zehnminütiger Wolkenbruch kurz vor Mitternacht das Unglück ausgelöst. Die Wassermassen des nahe gelegenen Flusses Lierza schwemmten den Berichten zufolge alles davon: Menschen, Feststände, Autos und Festzelte. Vier fortgespülte Leichen wurden von den Rettungskräften teilweise erst in einem Kilometer Entfernung gefunden. Ein Feuerwehrmann sagte, das Wasser habe über einen Meter hoch in den Straßen der abgelegenen Gemeinde gestanden. Am Sonntag waren die Einsatzkräfte noch immer mit der Begutachtung der Schäden beschäftigt.

Zehntausende Menschen in Indien und Nepal sind unterdessen nach einem Erdrutsch und einem drohenden Dammbruch auf der Flucht. Die Behörden der benachbarten Länder evakuierten zahlreiche Orte entlang des Flusses Sunkoshi, nachdem ein gigantischer Erdrutsch den Fluss blockiert und so einen Stausee gebildet hatte. Starker Monsunregen hatte den Hangabrutsch in der Nacht zum Sonnabend etwa 90 Kilometer östlich der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu ausgelöst. Neun Menschen kamen ums Leben, als die Schlammmassen das Örtchen Jure unter sich begruben. 40 Menschen wurden verletzt. Schätzungen zufolge wurden noch rund 100 Menschen vermisst.

Die Katastrophenhelfer versuchten mit Hochdruckstrahlern, den bis zu 90 Meter hohen Damm nach und nach zu verkleinern, berichtete der lokale Sender Nepal Television. In dem indischen Bundesstaat Bihar, wo der Fluss Sunkoshi in den Kosi fließt, wurde eine Flutwarnung herausgegeben. Mindestens 44.000 Menschen seien in 117 Notunterkünfte gebracht worden, sagte Anirudh Kumar, Sprecher des dortigen Katastrophenschutzes.