Sicherheit

Toter im Wasser: Am Timmendorfer Strand gilt jetzt Badeverbot

Die Sonne brennt, die Hitze treibt die Menschen ans Wasser – doch eine Abkühlung könnte lebensgefährlich sein.

Jetzt hat die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Timmendorfer Strand sogar ein Badeverbot verhängt und die rote Fahne hochgezogen. „Zurzeit herrscht Ostwind, die Wellen sind hoch und die Strömung ist stark. Dagegen anzukämpfen ist recht anstrengend“, erklärte Daniel Plois, stellvertretender Wachleiter der DLRG am Timmendorfer Strand.

Tatsächlich kam es bereits zu tödlichen Unfällen im Wasser. Am Dienstag ist etwa ein Mann vor Scharbeutz ums Leben gekommen. Ein anderer Badegast hatte den leblosen Körper des Schwimmers aus dem Wasser gezogen. Wiederbelebungsversuche von Rettern scheiterten am Strand, wie eine Polizeisprecherin sagte. Bei dem Toten handelt es sich um einen etwa 70 Jahre alten Mann aus Niedersachsen.

Zwei Mädchen gerettet

Trotz roter Flagge, direkt am Wasser aufgestellten Warnschildern und Lautsprecherdurchsagen mussten am Timmendorfer Strand außerdem mehrere Menschen aus dem Wasser gerettet werden, darunter zwei Mädchen. Eines der beiden zehn und 14 Jahre alten Urlauberkinder musste ebenso wie wenige Stunden später ein 29-Jähriger aus Polen ins Krankenhaus gebracht werden. Sie waren von der Strömung abgetrieben worden. „Die rote Flagge signalisiert eindeutig ein Badeverbot“, betonte auch die Polizei. „Die Badenden gefährden sich selbst und bringen Retter und Helfer in Lebensgefahr“, meinte Sprecher Stefan Muhtz in der Mitteilung. Wann das Badeverbot aufgehoben wird, ist laut DLRG-Mitarbeiter Plois noch nicht klar. „Das ist wetterabhängig. Heute auf keinen Fall.“

Badende unterschätzen häufig die Gefahr. Allein voriges Wochenende verunglückten mindestens 19 Menschen in deutschen Gewässern tödlich.