Rettung

Gepeinigter Elefant weint vor Glück bei seiner Befreiung

Eine 50-jährige Tortur hat ein Elefant im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh über sich ergehen lassen müssen, wie die britische Zeitung „The Independent“ berichtet.

An den Beinen war er mit schweren Ketten gefesselt, deren Spikes in sein Fleisch schnitten und Arthrose schürten. Als der Elefantenbulle Raju nun von der Tierschutzorganisation Wildlife SOS befreit wurde, seien ihm Tränen über das Gesicht gelaufen, wie beteiligte Aktivisten sagten.

Die gewagte Rettungsaktion wurde von der indischen Polizei und Staatsbeamten unterstützt. Raju war in die Fänge eines drogenabhängigen Mannes geraten, der ihn jahrelang zum Betteln missbraucht und vernachlässigt hatte. Per Gerichtsbeschluss wurde nun entschieden, dem Quäler das Tier wegzunehmen. Doch der Besitzer hatte es den Tierschützern nicht leicht gemacht und Raju noch mehr Ketten umgelegt sowie die Straßen blockiert, um die Befreiung mit einem Lkw zu verhindern. Mehrere Stunden sollen die Aktivisten gebraucht haben, um sich dem gepeinigten Elefanten zu nähern und dessen Vertrauen zu gewinnen.

Sie fütterten ihn mit Obst und sprachen ihm ruhig zu, wie ein Video zeigt. „Wir wussten, er spürt, dass wir ihn befreien“, sagte Pooja Binepal von der Tierschutzorganisation. Kartick Satyanarayan, Mitbegründer der Vereinigung, sagte: „Es war, als ob er das erste Mal nach sehr langer Zeit Hoffnung empfand.“ 45 Minuten habe es gedauert, die spitzen Ketten von seinen Knöcheln zu entfernen.