USA

War Hitzetod eines Kleinkindes doch ein eiskalter Mord?

Es war eine Tragödie, die viele Amerikaner schockierte und berührte.

Ein gestresster Vater aus Atlanta hatte nach eigener Aussage auf dem Weg zur Arbeit seinen 22 Monate alten Sohn auf einem Parkplatz in praller Sonne im Wagen vergessen und erst nach sieben Stunden seinen fatalen Fehler bemerkt. Zu spät für den kleinen Jungen. Cooper war bei Außentemperaturen um 32 Grad Celsius in dem noch viel heißeren Wagen durch einen Hitzschlag langsam gestorben. Fünf Stunden später wurde der Vater, Justin R. H., wegen schwerer Kindesmisshandlung und Mord angeklagt.

Was zunächst wie ein fürchterlicher Unfall eines überforderten Vaters klang, könnte ein Verbrechen gewesen sein: Die Polizei in Atlanta zumindest hat den Fall mittlerweile als einen „geplanten Mord“ eingestuft. Das wichtigste Indiz der Ermittler: Der in Untersuchungshaft sitzende H. hatte wenige Tage vor dem Tod seines Sohnes im Internet recherchiert, wie lange ein Hund oder andere Tiere in einem überhitzten Wagen überleben könnten. Einen entsprechenden Link fand die Polizei auf dem Arbeitscomputer von H. Daneben sind es zahlreiche Aussagen, die H. gegenüber dem Notarzt und der Polizei gemacht hatte und die mit den wahren Ereignissen des Tages nicht übereinstimmen. Dass er etwa seinen Sohn einfach in seinem SUV Hyundai Tuscon vergessen hatte, scheint für die Polizei frei erfunden zu sein. So soll H. in seiner Mittagspause zu seinem parkenden Wagen gegangen sein. Eine Überwachungskamera hat ihn dabei offenbar gefilmt. Er habe dabei in den Innenraum seines Autos „ein Objekt“ abgestellt. Um was es sich dabei genau handelte, ist bisher nicht bekannt. Wenige Stunden später verlässt H. dann um 16.14 Uhr seine Arbeit. Doch erst auf dem Weg nach Hause will er seinen Sohn auf dem Rücksitz bemerkt haben.

Der Junge soll an diesem Sonnabend beerdigt werden.