Nachrichten

Aus aller Welt

Großbritannien: Haus angezündet: Haftstrafe wegen vierfachen Mordes ++ Deutschland: Erzieherin ging lange mit Tuberkulose in Kinderkrippe ++ Mexiko: Boss eines Drogenkartells bei Fußballabend verhaftet

Haus angezündet: Haftstrafe wegen vierfachen Mordes

Weil sie einen erstochenen Freund rächen wollten, zündeten zwei Männer in England das vermeintliche Haus des Täters an. Doch sie verwechselten die Adresse und töteten eine Mutter, 47, und deren drei Kinder im Alter von 15, 17 und 19 Jahren. Nun verurteilte ein Gericht in Nottingham die beiden Männer am Mittwoch wegen vierfachen Mordes zu lebenslanger Haft. Sechs Komplizen bekamen wegen Totschlags hohe Freiheitsstrafen. Im September vergangenen Jahres war ein 20-Jähriger bei einem Streit niedergestochen worden und kurz darauf gestorben. Die heute 17 bis 22 Jahre alten Freunde des Opfers wollten daraufhin das Haus des Täters in Brand setzen.

Erzieherin ging lange mit Tuberkulose in Kinderkrippe

Eine Erzieherin hat ein halbes Jahr lang in einer oberbayerischen Kinderkrippe gearbeitet, obwohl sie an ansteckender Tuberkulose erkrankt war. 138 Kinder und zehn Erzieher stehen jetzt unter Beobachtung, wie das Gesundheitsamt Miesbach mitteilte. Bislang gebe es keine Anzeichen dafür, dass jemand sich bei ihr angesteckt hat, sagte der Leiter des Gesundheitsamtes, Michael Wohlfahrt, und bestätigte Medienberichte. Allerdings befinden sich insgesamt fünf Kinder vorsorglich zur Beobachtung in Spezialkliniken. Ein Verdacht könne sich frühestens in acht Wochen völlig ausschließen lassen.

Boss eines Drogenkartells bei Fußballabend verhaftet

Die mexikanische Polizei hat den Kopf des Tijuana-Drogenkartells, Fernando Sánchez Arellano, verhaftet. Der Zugriff erfolgte, als er am Montag in einem Haus in der Grenzstadt Tijuana die Übertragung des Fußball-Weltmeisterschaftsspiels zwischen Mexiko und Kroatien verfolgte, wie die Bundespolizei mitteilte. Sánchez Arellano hatte 100.000 Dollar in bar bei sich, wie ein Polizeisprecher erklärte. Es wurden Bilder des Verhafteten in einem grünen Mexiko-Trikot gezeigt. Auf die Wangen hatte er die mexikanischen Nationalfarben Grün, Weiß und Rot geschminkt. Sánchez Arellano übernahm die Führung des Kartells im Jahr 2006 von seinem Onkel.