Sicherheit

Schießerei an Schule: Obama will härtere US-Waffengesetze

Erneut ist es an einer Schule in den USA zu tödlichen Schüssen gekommen.

Ein 14 Jahre alter Schüler im Staat Oregon wurde dabei getötet, wie die Polizei mitteilte. Auch der Schütze sei später tot gefunden worden, vermutlich habe er Selbstmord begangen. Zudem wurde ein Lehrer verletzt, er befindet sich den Angaben zufolge jedoch nicht in Lebensgefahr. Das Motiv liegt bislang im Dunkeln.

US-Präsident Barack Obama forderte erneut schärfere Waffengesetze. Er schäme sich als Amerikaner und sorge sich als Vater, dass es den USA nicht gelinge, solche Schießereien zu stoppen: „Meine größte Enttäuschung ist die Tatsache, dass diese Gesellschaft bislang nicht willig ist, einige grundlegende Schritte zu unternehmen, um Schusswaffen nicht in die Hände von Menschen gelangen zu lassen, die damit unglaublichen Schaden anrichten können.“ Obama zeigte sich verärgert darüber, dass der Kongress in Washington einer Verschärfung des Waffenrechtes keine Chance gibt. Ein entsprechender Gesetzentwurf des Präsidenten schaffte es im vergangenen Jahr nicht einmal zur Abstimmung.

Die Schießerei in der Reynolds High School in Troutdale ereignete sich am Dienstagmorgen gegen 8 Uhr (Ortszeit). Der Schütze sei mit einem Gewehr bewaffnet gewesen und habe sein Opfer im Umkleideraum der Schule getötet. Bei der Suche nach dem Täter setzten die Beamten einen Roboter mit einer Kamera ein, der ihn schließlich leblos auf einer Toilette fand.

Unter dem Eindruck der Amokläufe hat ein US-Arzt eine kugelsichere Decke entwickelt, mit der sich Schüler besser schützen können. Die rund 1000 Dollar teure Decke wurde aus demselben Material entwickelt, das auch bei der US-Armee zum Schutz vor Kugeln benutzt wird. Nach Angaben der Entwickler schützt die „Bodyguard Blanket“ (Leibwächter-Decke) vor 90 Prozent der Waffen, die bei Amokläufen eingesetzt wurden.