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Belgien: Brüssel-Attentäter will nicht vor belgische Justiz ++ Kirchheim: Betrunkener ruft elfmal bei der Polizei ein Taxi ++ Neubrandenburg: Dreieinhalb Jahre Haft für falschen Honorarkonsul

Brüssel-Attentäter will nicht vor belgische Justiz

Nach den tödlichen Schüssen im Jüdischen Museum in Brüssel will der mutmaßliche Täter nicht nach Belgien ausgeliefert werden, sagte sein Anwalt Apolin Pepiezep. Justizquellen zufolge will sich der 29 Jahre alte französische Islamist gegen den von Belgien erwirkten europäischen Haftbefehl zur Wehr setzen. Der 29-Jährige wurde am Mittwoch dem französischen Berufungsgericht in Versailles vorgeführt. Er wird verdächtigt, am 24. Mai in das Brüsseler jüdische Museum eingedrungen zu sein und um sich geschossen zu haben. Bei dem Anschlag kamen ein israelisches Touristenpaar und eine Französin um. Ein Belgier wurde schwer verletzt.

Betrunkener ruft elfmal bei der Polizei ein Taxi

Ein betrunkener Mann hat bei der Suche nach einem Taxi im osthessischen Kirchheim elfmal bei der Polizei angerufen. Der Mann, bei dem ein Alkoholtest 2,46 Promille ergab, verlangte am Mittwochabend bei seinen Notrufen innerhalb einer halben Stunde ein Taxi ins benachbarte Niederaula. Die Polizei forderte den Mann auf, den Blödsinn zu unterlassen, machte ihn dann später ausfindig und leitete ein Strafverfahren ein. Wenig später musste er sogar festgenommen werden. Er hatte die Scheibe eines Notrufmelders an einem Rettungsstützpunkt eingeschlagen und Alarm ausgelöst. Seine Erklärung: Frust, weil er kein Taxi erreichen konnte.

Dreieinhalb Jahre Haft für falschen Honorarkonsul

Im Prozess gegen einen falschen Honorarkonsul vor dem Amtsgericht Neubrandenburg hat die Staatsanwaltschaft wegen Betrugs und Titelmissbrauchs dreieinhalb Jahr Haft gefordert. „Der 64-Jährige hat jahrelang ein solventes Unternehmen vorgespielt und mehrere Gläubiger geschädigt“, sagte der Vertreter der Anklage am Donnerstag. Der Angeklagte habe sich als Honorarkonsul des Königs von Jordanien ausgegeben und Geschäftsleute in acht Fällen um mehr als 120.000 Euro betrogen. Um dem Schein zu entsprechen, habe er mit seiner Familie mondän auf dem Schlossgelände Cosa bei Friedland gelebt, wovon auch ein Schild am Zaun des Geländes zeugte.