Ermittlungen

Portugiesische Polizei gräbt jetzt nach Maddie McCann

Die Polizei in Portugal hat auf der Suche nach dem seit sieben Jahren vermissten britischen Mädchen Madeleine McCann am Montag ein Gelände abgeriegelt.

Das unbebaute und von Buschwerk bewachsene Areal befinde sich in der Nähe der Ferienanlage an der Algarve im Süden Portugals, aus der die damals fast Vierjährige im Mai 2007 verschwand, teilten die Behörden mit.

In den kommenden Tagen sollen Experten das Gelände, das etwas größer ist als ein Fußballfeld, auf kriminaltechnisch relevante Spuren untersuchen. Dabei könnten Bagger, Hunde und Radar eingesetzt werden, hieß es. Weitere Details zu diesen jüngsten Entwicklungen gaben die portugiesischen Behörden unter Hinweis auf die anhaltenden Ermittlungen nicht.

Das Gelände liegt etwa 300 Meter von dem Ferienort Praia da Luz entfernt. Von dort verschwand das Mädchen kurz vor ihrem vierten Geburtstag. Der Fall hatte weltweit für große Anteilnahme gesorgt.

Neuen Schwung bekam die Suche nach dem Mädchen in diesem Frühjahr. Damals leitete die Polizei eine Fahndung nach einem Mann ein, der in der Gegend zwischen 2004 und 2010 in von Briten bewohnte Ferienhäuser eingebrochen sein und junge Mädchen sexuell genötigt haben soll. 2008 hatte die portugiesische Polizei die Ermittlungen zum Fall Madeleine zunächst eingestellt, weil sie kein Verbrechen feststellen konnte. 2011 leitete die britische Polizei eine neue Untersuchung ein und fand neue Hinweise, darunter jenen auf den Einbrecher. Ermittler sind zwar bereits in Portugal eingetroffen, waren Berichten zufolge aber zunächst nicht im Suchgebiet tätig.