Nachrichten

Aus aller Welt

Kriminalität: Einbrecher bewirft Polizisten mit einem Kanarienvogel ++ Gerichtsurteil: Kinder bei Tagesmüttern gesetzlich unfallversichert ++ Naturschauspiel: Meeresleuchten vor Sylter Westküste

Einbrecher bewirft Polizisten mit einem Kanarienvogel

Mit einem Kanarienvogel hat ein bewaffneter Einbrecher in Köln Polizisten beworfen und so versucht, sich der Festnahme zu entziehen. Ein Zeuge hatte nachts verdächtige Geräusche an der Eingangstür seines Cafés gehört und einen Einbrecher bemerkt, meldete die Polizei. Als der Café-Besitzer mit der Polizei drohte, floh der mit einem Messer bewaffnete Mann und brach in einen benachbarten Gemüsehandel ein. Dann traf aber die Polizei ein – und der Einbrecher griff zum Kanarienvogel, der zum Ladeninventar gehörte. Die Beamten blieben unverletzt. Der Vogel nutzte seine unverhoffte Chance zum Flug in die Freiheit.

Kinder bei Tagesmüttern gesetzlich unfallversichert

Von Tagesmüttern betreute Kinder sind einem aktuellen Urteil zufolge gesetzlich unfallversichert. Es komme dabei nicht darauf an, ob das Kind durch das Jugendamt vermittelt worden sei und das Amt die Betreuungskosten trage, entschied das Sozialgericht Düsseldorf. Voraussetzung für die Unfallversicherung sei lediglich, dass die Tagesmutter eine behördliche Betreuungserlaubnis habe (Az. S 1 U 461/12). Das nicht rechtskräftige Urteil erging im Fall eines inzwischen vierjährigen Kindes, das sich während der Betreuung bei seiner Tagesmutter mit heißem Tee den Arm verbrüht hatte. Mit der Tagesmutter hatte ein privater Vertrag bestanden.

Meeresleuchten vor Sylter Westküste

Vor der Westküste von Sylt ist derzeit nachts vielerorts das sogenannte Meeresleuchten zu beobachten. Dieses Jahr sei das von Mikroorganismen verursachte Naturschauspiel relativ früh zu sehen, sagte Norbert Grimm vom Amt für Umwelt und Küste der Gemeinde Sylt. Oft trete es erst im Juli oder August auf. Es könne aber auch mehrmals im Jahr zu sehen sein. Die leuchtenden Meerestierchen seien an mehreren Orten gesichtet worden, sagte der Umweltbeauftragte. Damit das Meer leuchtet, muss es sonnig sein, um die Algenblüte zu fördern, und windstill. „Wie kleine Gasballons“ wirke das Leuchten, das teilweise sogar tagsüber zu beobachten sei.