Seebeben

Schweres Beben in der Ägäis versetzt Menschen in Panik

Ein schweres Beben und mehrere Nachbeben haben die Ägäis sowie große Teile des östlichen Mittelmeeres und der Balkanhalbinsel erschüttert.

Der stärkste Erdstoß ereignete sich am Samstagmittag und war auch in Athen und Istanbul sowie in Bulgarien, der griechischen Hafenstadt Thessaloniki, auf der Halbinsel Peloponnes in Südgriechenland und bis hin nach Zypern zu spüren. Tote oder Verschüttete gab es nicht.

Dutzende Menschen sind nach Medienberichten leicht verletzt worden. In der Regel waren es in Panik Geratene, die während des Erdstoßes aus Fenstern sprangen oder beim Versuch, aus den Gebäuden zu fliehen, auf den Treppen stürzten, berichteten türkische Medien. Es gab unterschiedliche Messergebnisse: Vom Institut für Geodynamik in Athen wurde das Beben zunächst mit einer Stärke von 6,5, dann mit 6,3 registriert. Andere Institute gaben einen Wert von 6,8 bis 6,9 an.

Tausende Menschen waren nach Augenzeugenberichten allein auf den griechischen Inseln Limnos, Samothraki und Thassos sowie der türkischen Insel Gökçeada auf die Straßen gerannt. Dem ersten Stoß folgten mehrere Nachbeben. Deutlich zu spüren war das Beben demnach unter anderem in den Städten Çanakkale, Keşan, Tekirdag und Soma. Videoaufnahmen zeigten schreiend auf offene Plätze zurennende Menschen.

Das Zentrum des Seebebens lag einige Kilometer unter dem Meeresboden zwischen den griechischen Inseln Limnos und Samothraki im Ägäischen Meer, teilte das Athener Institut mit. Etliche Fensterscheiben seien dort zerborsten, berichteten Medien. Auf Limnos seien zwei alte, unbewohnte Häuser eingestürzt, an weiteren gebe es leichte Risse.

Kostas Papazachos vom seismologischen Institut der Universität der Hafenstadt Thessaloniki sagte im griechischen Fernsehen, dass es in der Region schon mehrfach Seebeben dieser Stärke gegeben habe. „Es könnte mehrere Nachbeben mit großer Stärke geben.“