Buschbrände

Kühles Wetter hilft der Feuerwehr in Kalifornien

Nach dem tagelangen erschöpfenden Kampf gegen zahlreiche Buschbrände in Südkalifornien gewinnt die Feuerwehr allmählich die Oberhand über die Brände.

Kühleres Wetter half den Feuerwehrleuten am Wochenende dabei, die meisten Feuer ganz oder fast ganz unter Kontrolle zu bringen. Insgesamt waren in den vergangenen Tagen Zehntausende Menschen aufgerufen worden, sich vor den Flammen in Sicherheit zu bringen. Die meisten von ihnen konnten inzwischen in die vom Brand verwüsteten Gebiete zurückkehren.

Aber richtig aufatmen können die Kalifornier nicht. Die Behörden warnen vor einer extremen Brandgefahr in den kommenden heißen Sommermonaten. Im vergangenen Winter ist kaum Regen gefallen, der US-Westküstenstaat erlebt das zweite schwere Dürrejahr in Folge. So musste die Feuerwehr in Kalifornien seit Jahresanfang bereits 1500 Wald- und Buschbrände bekämpfen, während die Feuersaison sonst erst im Sommer einsetzt.

In der vergangenen Woche hatten mehr als zehn schwerere Brände im Süden des Staates gewütet. Nach Angaben des Senders CNN kämpften am Sonntag noch etwa 1000 Feuerwehrleute unterstützt von Angehörigen des Marineinfanterie-Korps gegen vier Feuerherde. Zwei davon waren aber am Morgen (Ortszeit) annähernd unter Kontrolle, die beiden anderen zur Hälfte.

Anklage gegen Brandstifter

Zum Glück hatte am Freitag der Wind gedreht. Er kam nun vom Meer und brachte kühlere, feuchte Luft mit. Dieses günstige Wetter dauerte auch am Wochenende an.

Die Staatsanwaltschaft im Bezirk San Diego erhob Anklage gegen einen mutmaßlichen Brandstifter. Laut Medienberichten soll der 57-jährige Mann ein inzwischen eingedämmtes Feuer bei Oceanside verursacht haben. In Escondido wurden zwei junge Männer unter dem Verdacht der Brandstiftung vorläufig festgenommen.

Nach ersten Schätzungen der Behörden wurden in den vergangenen Tagen in Südkalifornien etwa 80 Quadratkilometer Land verkohlt, so auch fast ein Fünftel des Geländes der Marineinfanteriebasis Camp Pendleton. Die Brände forderten bisher ein Menschenleben. Feuerwehrleute entdeckten eine bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leiche. Sie sei an einer Stelle gefunden worden, wo zuvor Obdachlose campierten, berichtete die „Los Angeles Times“.

Für gewöhnlich setzen schwere Wald- und Buschbrände im Westen der USA erst nach den trockenen Sommermonaten ein. In diesem Winter war jedoch kaum Regen gefallen, vor allem im Südwesten des Landes. Es ist das zweite schwere Dürrejahr für Kalifornien in Folge.