Fußball

Voodoo für WM-Titel: König Bansah kämpft für Ghana

Togbui Céphas Bansah, 65, afrikanischer König mit Wohnsitz in der Pfalz, will seiner Heimat Ghana bei der diesjährigen Fußball-WM mit Voodoo zum Sieg verhelfen.

„Wir werden für Ghana, aber auch für Deutschland unsere Voodoo-Energien fokussieren, schließlich bin ich mittlerweile halber Pfälzer“, sagte Bansah, der seit Jahrzehnten in Ludwigshafen lebt und dort eine Kfz-Werkstatt betreibt.

Gegner dieser beiden Teams müssten aber nicht fürchten, mit bösen Flüchen überzogen zu werden. „Wir verzichten auf schwarze Voodoo-Kulte und werden keinem gegnerischen Team etwas Böses wünschen. Wir bündeln lieber weiße Voodoo-Energien, um unseren Spielern Kraft und Stärke zu senden“, versicherte der Monarch. Er herrscht nach eigenen Angaben als spiritueller Führer des Volks der Ewe über drei Millionen Menschen.

„Wir haben hervorragende Spieler in Afrika, nur leider mangelte es bislang an Erfahrung und Selbstvertrauen“, sagte er. Damit das ghanaische Nationalteam trotzdem voll durchstartet, hat er die Medizinmänner seines Königreiches angewiesen, mit positiven Voodoo-Energien und magischen Ritualen nachzuhelfen. Auch musikalisch will er sein Team unterstützen: mit dem Song „Be the Best“.

König Togbui Céphas Bansah kam 1970 als Enkel des damaligen Königs der Ewe bei einem Studentenaustausch nach Ludwigshafen. Er lernte Landmaschinen- und Kfz-Mechaniker und eröffnete 1982 seine Werkstatt. Fünf Jahre später starb sein Opa. 1992 teilten ihm schließlich die Stammesältesten mit, dass sie ihn zum König machen wollten.