Unglück

Der letzte Versuch: Ein U-Boot sucht jetzt nach MH370

Nach wochenlangem Frust fahren die Experten bei der Suche nach dem verschwundenen Flugzeug jetzt ihren letzten Trumpf auf.

Ein unbemanntes U-Boot sucht seit Montag den Meeresboden in 4500 Meter Tiefe nach dem Wrack des vermissten malaysischen Passagierflugzeugs ab. Für die Suchmannschaften ist es die möglicherweise letzte Option, die Maschine doch noch zu finden. In den vergangenen sechs Tagen seien keine möglichen Blackbox-Signale mehr empfangen worden und auch an der Wasseroberfläche werde die Suche bald eingestellt, teilte Einsatzleiter Angus Houston mit.

Die „Bluefin 21“ soll in der unwirtlichen und – wie Houston sagte – „der Menschheit unbekannten“ Tiefsee in diesem abgelegen Teil des Indischen Ozeans eine Sonarkarte des Meeresbodens erstellen. Er betonte, dass das „ein langer und quälender Prozess“ sei, der möglicherweise nicht von Erfolg gekrönt sein werde. „Aber es ist unsere beste Spur, und die müssen wir energisch verfolgen.“ Nach sechs Tagen ohne Signal muss die Einsatzleitung davon ausgehen, dass die Batterien des Senders der Blackbox, die Energie für rund einen Monat haben, vermutlich aufgebraucht sind. Allerdings herrscht nicht einmal Klarheit darüber, dass die zuvor empfangenen vier Signale auch tatsächlich von dem Flugschreiber stammen. Australiens Premierminister Tony Abbott hatte sich darüber vergangene Woche noch „sehr zuversichtlich“ gezeigt. Die Suchteams hatten gehofft, durch weitere Signale den vermeintlichen Standort der Blackbox noch genauer zu lokalisieren, bevor das U-Boot eingesetzt wird.