Badeverbot

Piranha-Alarm an einem Dortmunder See

An einem See in Dortmund gilt vorerst Piranha-Alarm.

Etwa 60 der als bissig bekannten Amazonas-Fische soll ein Unbekannter im März im Phoenix-See ausgesetzt haben. Das berichtete eine Zeugin der Polizei. Einem flüchtigen Bekannten der Frau, der die schwarzen Piranhas (Serrasalmus rhombeus) als Hobby züchte, sei sein Bestand zu groß geworden. Die Frau habe das Aussetzen am See jedoch nicht selbst beobachtet. Ihr Bekannter habe ihr die Geschichte lediglich erzählt. Der Wahrheitsgehalt sei noch unklar, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Der 1,2 Kilometer lange Phoenix-See entstand 2011 im Zuge des Strukturwandels im Ruhrgebiet auf der Brache eines früheren Stahlwerks. Gesichtet wurde im See unterdessen noch kein Piranha. „Das Baden im Phoenix-See ist verboten – jetzt möglicherweise mit einem weiteren triftigen Grund.“ So beginnt die Pressemitteilung der Polizei, in der von dem Verdacht berichtet wird.

„Eine akute Gefahr sehe ich auch nicht“, sagte Georg Sümer vom Seebetreiber Stadtentwässerung. Eine große Überlebenschance haben die südamerikanischen Raubfische im Phoenix-See allerdings nicht - selbst die zähesten Arten brauchen eine Wassertemperatur von mindestens elf Grad Celsius.

Geschichten über gefährliche Exoten in deutschen Gewässern gibt es immer wieder, oft im sogenannten Sommerloch. Einer der spektakulärsten Fälle war 1994 der Kaiman Sammy, der seinem Besitzer an einem Baggersee im niederrheinischen Dormagen entwischt war. Nach Tagen wurde Sammy aus dem See geborgen. Er kam in einen Zoo.