Fernsehen

Mann stürmt während Jauch-Talkshow auf das Podium

Zwischenfall im Studio von Günther Jauch: Während seiner Talkshow nach dem „Tatort“ am Sonntagabend, die live aus dem Berliner Gasometer gesendet wird, stürmte etwa eine viertel Stunde nach Sendungsbeginn vor laufenden Kameras ein Mann auf die Bühne.

Er rief „Freiheit, Freiheit“ und „Verarsche“, weitere Worte gingen im Tumult unter. Mehrere Sicherheitsmänner ergriffen den Unbekannten, warfen ihn zu Boden und trugen ihn aus dem Sichtfeld der Fernsehzuschauer. Jauch sagte unmittelbar nach dem Zwischenfall: „Wir wissen nicht, was der Mann wollte. Aber es ist ja nicht das erste Mal.“ Dabei hob er vom Boden einen Gegenstand auf, der wie ein Handy aussah. Zudem kündigte Jauch an: „Wir werden versuchen, festzustellen, was da gewesen ist, was der Mann wollte.“

Thema der Sendung im Ersten lautete: „Der Prozess - muss Uli Hoeneß ins Gefängnis?“. Als Gäste hatte Jauch den ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU), die Anwältin für Steuerstrafrecht Simone Kämpfer, die Journalisten Johannes Röhrig und Georg Mascolo sowie den ehemaligen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche, Wolfgang Huber, eingeladen. Als dieser gerade zu einer Antwort ansetzten wollte, passierte der Vorfall. Huber zuckte sichtbar zusammen, als der Unbekannte das Podium stürmte.

Am Ende der Sendung kam Jauch auf den Zwischenfall zurück. Er erklärte, der „Herr“ habe „Probleme mit seiner Wohnung“. Ihm ginge es jedoch gut. „Für uns ist das ein privates Problem“, so der Moderator weiter. Er bitte um Verständnis, dass man eine Teilnehme an der Sendung nicht erzwingen könne. Zuletzt hatte im Mai 2012 ein Protestler mit lauten Schreien Jauchs Talkshow gestürmt. Der Mann wollte sich zum Streit über den Neubau für die Berliner Schauspielschule Ernst Busch äußern.