Kriminalität

Kalifornischer Goldschatz ist womöglich Diebesgut

Das Paar, das vor Kurzem in Kalifornien einen Millionengoldschatz entdeckte, muss laut einem Pressebericht um seinen neuen Reichtum bangen.

Die Zeitung „San Francisco Chronicle“ berichtete, bei dem Schatz könnte es sich um Diebesgut handeln. Möglicherweise seien die Goldmünzen, die das Paar auf seinem Grundstück in rostigen Dosen entdeckt hatte, vor mehr als 100 Jahren beim Überfall auf das Münzamt von San Francisco erbeutet worden. Zum Beleg druckte die Zeitung einen Artikel vom 1. Januar 1900, in dem der Überfall beschrieben wurde.

Die beiden Finder, die anonym bleiben wollen, hatten auf ihrem Grundstück mehr als 1400 wertvolle Münzen in acht alten Dosen entdeckt. Experten schätzen den Wert der Goldmünzen aus dem 19. Jahrhundert auf mehr als zehn Millionen Dollar (gut 7,3 Millionen Euro). Das auf Numismatik spezialisierte Unternehmen Kagin’s will als Treuhänder den Schatz über das Internet verkaufen. Kagin’s-Chef Donald Kagin widersprach den Spekulationen des „Chronicle“. Die gefundenen Münzen seien dem Anschein bereits lange Zeit im Umlauf gewesen. Wenn es sich um die Beute des Überfalls auf das Münzamt gehandelt hätte, wäre dies nicht der Fall, sagte Kagin. Es bleibe bei den Planungen, in etwa zwei Monaten mit dem Verkauf zu beginnen.

Die beiden etwa 40-jährigen Finder haben einen Teil des Geldes bereits verplant. Sie wollen damit ihr Anwesen in der Nähe der Stadt Sacramento bezahlen, das sie wegen finanzieller Schwierigkeiten ohne den Goldfund womöglich verloren hätten.