Gesundheit

Ansteckungsgefahr: Masern an Bord der „Costa Pacifica“

Auf dem Kreuzfahrtschiff „Costa Pacifica“ sind rund 40 Crew-Mitglieder an Masern erkrankt. Das bestätigte das Robert-Koch-Institut in einem Schreiben.

Der erste Fall soll am 22. Februar aufgetreten sein. Zu diesem Zeitpunkt sollen sich auch Hunderte deutsche Passagiere an Bord befunden haben. Diese könnten sich zwischen dem 17. und 27. Februar angesteckt haben.

Das Berliner Institut empfiehlt, dass diese Passagiere so schnell wie möglich prüfen sollen, ob sie gegen Masern geimpft sind. Bei Fieber, Husten Schnupfen, Hautausschlag oder Bindehautentzündung solle man unbedingt zu einem Arzt gehen. Denn: Eine Maserninfektion kann zu schwerwiegenden Komplikationen und in seltenen Fällen auch zum Tode führen, warnt das Institut. Besonders problematisch seien die Impflücken bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission seit 2010 die Impfung für alle nach 1970 Geborenen, wenn sie nur einmal oder noch gar nicht gegen die Virusinfektion geimpft sind.

Nach Kontakt zu einem Masernfall sollten Ungeimpfte ab dem Alter von neun Monaten oder in der Kindheit nur einmal geimpfte Personen oder Personen, bei denen der Impfschutz unbekannt ist, eine Impfung vorzugsweise mit einem Masern-Mumps-Röteln-Kombinationsimpfstoff erhalten.

2013 wurden dem Robert-Koch-Institut 1771 Masernfälle für Deutschland gemeldet. Beim Bürgertelefon des Bundesministeriums für Gesundheit, auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung erhalten Sie weitergehende Informationen. Am Montagabend befand sich das Schiff auf dem Weg von Barcelona nach Mallorca.