Nach Absturz über Ostsee: Experten suchen nach Ursache

Nach dem Hubschrauberabsturz über der Ostsee, bei dem auch ein Rettungsassistent aus Sachsen starb, hat die Suche nach den Ursachen begonnen.

Bei dem Absturz waren vergangenen Freitagabend der 45-jährige Rettungsassistent, ein Notarzt, 47, und einer der beiden Piloten, 53, gestorben. Der zweite Pilot, 47, konnte nach dem Absturz unterkühlt aus dem Wasser gerettet werden.

Am Wochenende wurde das Wrack des Hubschraubers der DRF Luftrettung aus der Ostsee geborgen und per Schiff zum Marinestützpunkt Warnemünde gebracht. Das bestätigte ein Marinesprecher am Sonntag. Kriminalbeamte und Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) seien ebenfalls dort. Sie wollen den Helikopter untersuchen. Der Hubschrauber war an einer Rettungsübung mit Schiffen beteiligt, als er gegen 18.40 Uhr aus unbekannter Ursache etwa vier Kilometer östlich von Darßer Ort (Mecklenburg-Vorpommern) in der Nähe des Windparks Baltic 1 abstürzte. Der Hubschrauber war im Anflug auf einen Seenotkreuzer, auf den der Notarzt mit einer Rettungswinde abgeseilt werden sollte. Augenzeugenberichten zufolge war der Hubschrauber beim dritten Anflugversuch plötzlich abgesackt.

Beide Piloten galten als sehr erfahren – auch im Einsatz vor der Küste. Nach Angaben der Luftrettung herrschten zum Zeitpunkt des Unglücks gute Flugbedingungen. Der Hubschrauber vom Typ BK 117 (Baujahr 2002) sei in einem technisch einwandfreien Zustand gewesen. Wann die Untersuchungsergebnisse vorliegen, blieb zunächst offen.