Sicherheit

Behörden der USA warnen Airlines vor Schuhbomben

Die USA haben internationale Fluggesellschaften vor einer neuen Terrorbedrohung durch Schuhbomben gewarnt.

Es bestehe die Gefahr, dass Extremisten in Schuhen versteckten Sprengstoff an Bord von Passagiermaschinen schmuggeln, um sie während des Fluges zu zünden, heißt es in einer Erklärung des Heimatschutzministeriums in Washington. In einer an Airlines gesandten Notiz habe die Behörde zudem vor Flüssigkeiten und bestimmten Kosmetikartikeln gewarnt, sagte ein Regierungsvertreter.

Eine konkrete Gefahrenlage liegt offenbar aber nicht vor. Die jüngste Information fuße auf allgemeinen geheimdienstlichen Erkenntnissen, heißt es in der Erklärung. Unmittelbar vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Sotschi hatten die Vereinigten Staaten bereits davor gewarnt, dass Terroristen versuchen könnten, in Zahnpastatuben versteckte Sprengsätze in Flugzeuge zu schmuggeln.

Die Warnung erinnert an den sogenannten „Schuhbomber“ Richard Reid. Der britische Islamist war Al-Qaida-Mitglied und hatte im Dezember 2001 – also kurz nach dem Anschlag auf das World Trade Center in New York – auf einem Flug von Paris nach Miami versucht, einen in seinem Turnschuh versteckten Sprengsatz zu zünden. Eine Flugbegleiterin hatte entdeckt, wie Reid den Plastiksprengstoff im Schuhabsatz zu zünden versuchte. Er konnte aber rechtzeitig überwältigt werden. 2003 wurde er dafür zu lebenslanger Haft verurteilt. Seinetwegen müssen Passagiere bei Kontrollen an US-Airports und vor Flügen in die USA ihre Schuhe ausziehen.