Gewalt

Tragisches Ende eines Streichs: Mann erschießt Schülerin

Es sollte ein harmloser Schülerstreich sein, doch am Ende war ein 15-jähriges Mädchen tot: Offenbar aus Ärger über den Scherz der Jugendlichen hat ein Mann in den USA nach Angaben der Polizei das Feuer eröffnet und eine Klassenkameradin seines Sohnes erschossen.

Das Mädchen hatte dem Jugendlichen gemeinsam mit Freunden einen Streich spielen wollen. Der Fall ereignete sich bereits in der Nacht zu Sonnabend (Ortszeit).

Wie die Polizei von Little Rock im US-Bundesstaat Arkansas jetzt berichtete, zwängten sich am Wochenende insgesamt sieben Jugendliche für ihren Scherz in ein Auto und fuhren zum Haus ihres Klassenkameraden. Dort warfen sie Laub auf das in der Einfahrt stehende Auto der Familie und verschwanden wieder. Rund 45 Minuten später, es war inzwischen 1 Uhr nachts, kamen sie wieder und warfen auch noch Eier, Toilettenpapier und Mayonnaise auf das Fahrzeug.

Das erzürnte den 48-jährigen Familienvater offenbar maßlos: Er öffnete die Haustür und schoss auf das wegfahrende Auto der Jugendlichen. Die 15-Jährige sei dabei am Kopf getroffen und einer ihrer Freunde, der 18-jährige Fahrer des Wagens, durch Glassplitter der Autofenster leicht verletzt worden, berichtete die Polizei. Das Mädchen starb wenig später im örtlichen Kinderkrankenhaus. Die anderen Jugendlichen im Auto waren 14 bis 17 Jahre alt.

Der Vater sagte nach Angaben der Polizei in einer ersten Vernehmung aus, er habe auf die wegfahrenden Schüler geschossen, „um ihnen Angst zu machen“. Er wurde noch in der Nacht festgenommen. Ihm droht nun eine Anklage wegen Mordes.

Polizeileutnant Sidney Allen aus Little Rock sagte dem örtlichen Fernsehsender KARK, offenbar habe der Sohn des Schützen einigen der Klassenkameraden an Halloween 2013 einen Streich gespielt. Die hätten sich nun dafür revanchieren wollen. „Es war eigentlich eine freundschaftliche Fehde“, sagte der Polizeileutnant.