Glück

Ungarischer Obdachloser gewinnt zwei Millionen Euro im Lotto

Er war gerade auf dem Weg zu einem Treffen der Anonymen Alkoholiker in Budapest, als er sich an einem Bahnhof von seinem letzen Geld einen Lottoschein kaufte.

Damals war der Ungar Lázló Andraschek arbeitslos, obdachlos und hoch verschuldet.

„Ich hatte nur sechs Nummern gewählt und die Verkäuferin erinnerte mich daran, dass ich noch eine Siebente ankreuzen muss“, sagte Andraschek jetzt zu Reportern, unter anderem der ungarischen Nachrichtensendung „RTL Klub“. „Ich sagte ihr, sie solle für mich die Nummer 24 ankreuzen, da es ja letztlich so oder so egal sei.“ Da irrte sich der 55-Jährige allerdings. Er gewann mit seinem Los 630 Millionen ungarische Forint – das sind umgerechnet etwa zwei Millionen Euro – eine der größten Lottosummen der Landesgeschichte. Sein Gewinn aus dem September 2013 war international gar nicht bemerkt worden, bis er Anfang Februar 2014 selbstlos eine große Summe an eine Obdachlosenunterkunft in Ungarn überwiesen hatte, wie der britische „Guardian“ berichtet.

Zunächst hatte Andraschek Schulden an Familienangehörige zurückgezahlt, danach kaufte er ein Auto und drei Wohnungen für seine Kinder. Neben der Spende an die Obdachlosen will der Gewinner auch noch eine Stiftung für Abhängige von Alkohol und anderen Drogen sowie für Frauen gründen, die misshandelt wurden.

„Ich bin reich, aber kein anderer Mensch geworden“, versicherte er dem „Guardian“. Er würde, nachdem er für sich und seine Frau einen Reisepass besorgt habe, zwar in den Urlaub nach Italien reisen, aber sein Geld nicht aus dem Fenster rauswerfen.

Der Sucht abgeschworen

Andraschek hatte Treffen der Anonymen Alkoholiker besucht, seit er es vor fünf Jahren geschafft hatte, seiner Sucht abzuschwören. Nach dem Gewinn der Lotterie sagte er nun: „Da brauche ich jetzt nicht mehr hingehen.“ Bleibt zu hoffen, dass er nicht wie andere unvermittelte Lottogewinner vor ihm einen tiefen Absturz erleidet. So hatte der arbeitslose David Lee Edwards 2001 in den USA 41 Millionen Dollar gewonnen und war 2013 einsam, krank und verarmt in einem Hospiz verstorben.