Unglück

Flugzeugabsturz in Algerien: 77 Tote und ein Überlebender

Beim Absturz eines Militärflugzeugs im Osten Algeriens sind am Dienstag 77 der 78 Menschen an Bord ums Leben gekommen.

Das teilte das algerische Verteidigungsministerium mit und korrigierte damit die Zahl der Opfer. Zunächst hatte es geheißen, 102 Menschen seien bei dem Absturz gestorben.

Ein einziger Insasse habe das Unglück überlebt, teilte der Leiter des algerischen Zivilschutzes, Farid Nechad, mit. Der Mann, ein Soldat, wurde den Angaben zufolge mit Kopfverletzungen in ein Krankenhaus in Algier gebracht. An Bord der Maschine befanden sich Ministeriumsangaben zufolge 74 Passagiere und vier Mannschaftsmitglieder. Ursachen für den Absturz in der schneebedeckten Bergregion waren nach offiziellen Angaben die schlechte Sicht und starker Wind. Ein Militärsprecher sagte der amtlichen Nachrichtenagentur, dass in der Region seit Tagen heftige Stürme gegeben habe.

Das Militärflugzeug war auf dem Weg von der südalgerischen Stadt Tamanrasset nach Constantine im Osten des Landes, als es nahe der Stadt Ain Kercha abstürzte. An Bord der Transportmaschine seien auch Frauen und Kinder gewesen, sagten Mitarbeiter des Zivilschutzes am Absturzort vor Journalisten. Die C-130 lag dort in drei Teile zerbrochen. Beim bisher schlimmsten Flugzeugunglück in der Geschichte Algeriens waren im Jahr 2003 102 Menschen ums Leben gekommen.