Fernsehen

Melanie Müller ist die neue Dschungelkönigin

Es kann nur Eine geben. Die RTL-Zuschauer haben Melanie Müller (Foto) zur „Dschungelkönigin“ gewählt.

– Das ist eine handfeste Überraschung, hatten doch die meisten Dschungelcamp-Fans fest auf Larissa Marolt gesetzt. Immerhin musste die 21-Jährige so viele Dschungelprüfungen bezwingen wie nie ein Kandidat zuvor. Vor allem aber war das österreichische Model in den Augen vieler Zuschauer der interessantere Mensch im Camp.

Kontrahentin Melanie Müller – und letztendlich die Siegerin – war jedoch weit weniger anstrengend. Die Ex-„Bachelor“-Kandidatin war zwar dauertrashig, aber auch bodenständig, während es Larissa auch mal menscheln ließ. Vor allem, als Schauspieler Winfried Glatzeder sie aggressiv beiseite stieß, weil sie – so sein Vorwurf – den Schleim eines Krokodilfußes an ihm abwischen wollte. „Ich wollte dir das doch nur zeigen“, so ihre kindlich-erschrockene Reaktion. Man hätte sie gern getröstet, gerade, weil sie immer wieder angeeckt ist bei ihren Mitbewohnern. Glatzeders Ausfall wird von dieser Staffel in Erinnerung bleiben.

Ex-„Ruck Zuck“-Moderator Jochen Bendel wirkte hingegen durchweg souverän, auch in seiner letzten Dschungelprüfung. Er verspeiste unter anderem eine Schweinenase, frisch vom Kopf. „Schweinisch“, kommentierte er. Danach gab es noch einen Känguru-Hoden. „In manchen Ländern eine Delikatesse“, so Bendel. „Das Eklige ist: Man beißt rein und dann läuft die Flüssigkeit raus.“ Damit wäre das Geheimnis der unvermeidlichen Dschungel-Hoden also auch mal gelüftet.

Den stärksten Moment des Finales lieferte Larissa. Sie habe so viel von ihrer Großmutter, erzählte sie Jochen im Camp. Mit der Glückskette von Oma sei es ihr in New York immer gut gegangen. „Wo steckt die jetzt, die Kette?“, fragte Bendel. Kurze Pause. Dann Larissa: „Die steckt in der Heizung zuhause.“ Eine Antwort, so genial ernst dahingesagt und zum Brüllen komisch, das kann man sich so gar nicht ausdenken. Das sagte später auch Moderator Daniel Hartwich. Und zwar über Melanie Müller, die bei ihrer Dschungelprüfung völlig unerschrocken fünf Sterne aus Löchern griff – trotz Fischmehl, Schleim und Mehlwürmern. Zur Belohnung wünschte sie sich einen „Sex on the beach“. Sie kann eben nicht aus ihrer Haut.

Da hatte es Larissa weit schwerer. Sie nahm in einem Aquarium Platz – und dann rutschte allerlei Getier hinein, darunter auch Spinnen. Man hätte ihr gern helfen wollen. Aber Larissa hatte zuvor als neu gewählte Teamleiterin noch selbst hochoffiziös verkündet: „Wir machen das, was wir am besten können.“ Einwurf von Melanie: „Nichts.“ Sie setzte sich am Ende durch – souverän.