Straßenkunst

Papst Franziskus Superstar

Papst Franziskus avanciert zum Popstar! Ein Graffito, das den Pontifex als Superman verkleidet, mit weißer Robe durch die Lüfte schwebend, zeigt, hat der Vatikan am Dienstag getwittert.

„Wir teilen mit euch ein Graffito, das an einer Wand in einer Straße in Rom in der Nähe des Vatikans entdeckt wurde“, hieß es auf der Seite des Päpstlichen Rats für soziale Kommunikation. Das Bild, das der italienische Straßenkünstler Mauro Pallotta auf die Wand gesprüht hat, ist bei Rom-Touristen ein beliebtes Fotomotiv. In der linken Hand hält der Papst eine schwarze Tasche, auf der auf Spanisch das Wort „Werte“ steht. Franziskus, 77, gilt als volksnah und verzichtete mehrfach auf die strikten Sicherheitsvorkehrungen des Vatikans, um den Gläubigen nahe zu sein. Doch damit des päpstlichen Ruhmes nicht genug: In der aktuellen Ausgabe der US-Musikzeitschrift „Rolling Stone“ (erscheint am 13. Februar) ziert Franziskus den Titel und steht damit in einer Reihe mit Popgrößen wie David Bowie, Rihanna und John Lennon. Der Name der Titelstory heißt „The Times They Are A-Changin’“ („Die Zeiten ändern sich“) – eine Anspielung auf einen Bob-Dylan-Song. Vatikansprecher Federico Lombardi kritisierte die Titelgeschichte von Mark Binelli. Um das Positive des neuen Papstes herauszustreichen, meine der Autor, das Pontifikat seines Vorgängers Benedikt XVI. besonders schlechtmachen zu müssen. Das Franziskus-Cover beweise zwar die Aufmerksamkeit, die der neue Papst in den verschiedensten Bereichen hervorrufe, der Artikel selbst stehe jedoch für „oberflächlichen Journalismus“.