Kriminalität

Tunnelräuber dringen in Florenz in Postamt ein

Zwei unbekannte Männer haben in Florenz einen zwölf Meter langen Tunnel gegraben und ein Postamt ausgeraubt.

Die beiden maskierten Täter hätten die Mitarbeiter nach Öffnung der Post am Montagmorgen bereits erwartet, sie mit vorgehaltener Waffe zur Öffnung des Tresors gezwungen und seien mit ihrer Beute im Wert von 70.000 Euro durch den Tunnel wieder geflüchtet, berichtete die Polizei in Florenz. Ihre Opfer schlossen sie demnach vorsorglich im Tresorraum ein.

Den Tunnel hatten die beiden Räuber wohl am Wochenende von einem benachbarten Geschäft aus gegraben, wie die Polizei vermutete. Von ihnen fehlte zunächst jede Spur. Ihre Waffen konnten die Ermittler inzwischen sicherstellen – es handelte sich demnach um Spielzeuggewehre.

Vor etwas mehr als einem Jahr wurde in Berlin ein ähnlicher Raub bekannt. Bisher Unbekannte hatten von einer Tiefgarage aus einen 45 Meter langen Tunnel bis zur Kellerwand einer Volksbank-Filiale in der Steglitzer Schloßstraße gegraben. Mit professionellem Bohrgerät durchbrachen sie dann die Betonwand zum Tresorraum und räumten über ein Wochenende 309 Schließfächer leer. Der Fall war am 14. Januar 2013 bekannt geworden.

Anders als die Täter in Florenz benötigten die Berliner Tunnelgangster mehrere Monate für ihre Arbeit. Im August 2013 war der Fall sogar in der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY“. Die letzte bekannt gewordene Spur führte nach Polen. Der genaue Wert der Beute ist nicht bekannt.