Auktion

Safari-Club versteigert Jagd auf aussterbendes Nashorn in Afrika

Ein texanischer Safari-Club hat mit der Versteigerung einer Lizenz für die Jagd eines vom Aussterben bedrohten Nashorns heftige Kritik von Tierschützern auf sich gezogen.

Für umgerechnet 256.000 Euro erwarb ein anonymer Käufer am Sonnabend (Ortszeit) das Recht, in Namibia ein Spitzmaulnashorn zu erlegen, wie ein Sprecher des Organisation bestätigte. Die Auktion fand unter großen Sicherheitsvorkehrungen und hinter verschlossenen Türen statt. Der Dallas Safari Club hatte sie in Kooperation mit der Regierung Namibias organisiert.

Club-Chef Ben Carter verteidigte die Versteigerung. Das gesamte Geld werde in den Schutz der Spezies fließen. Der Käufer werde ein Nashorn erlegen, das alt, männlich und nicht fortpflanzungsfähig sei. Und im Übrigen wäre es ohnehin ins Visier geraten, weil es immer aggressiver werde und andere Wildtiere gefährde, erklärte Carter. Tierschutzgruppen ließen sich davon jedoch nicht beschwichtigen. Die Erlegung von Tieren möge zwar bei großen Beständen angemessen sein, doch alle Spitzmaulnashörner müssten wegen ihres Gefährdungsstatus geschützt werden, so ein Vertreter des Internationalen Fonds für Tierwohlfahrt. In freier Wildbahn gibt es Schätzungen zufolge 4000 der auch als Schwarze Nashörner bekannten Tiere. Laut dem Dallas Safari Club leben heute in Namibia 1800 Spitzmaulnashörner.

Am Abend der Auktion versammelten sich rund 40 Demonstranten vor der Halle, in der die Jagdlizenz unter den Hammer kam. Zuvor teilte das FBI sogar mit, es gehe Morddrohungen gegen Mitglieder des Safari-Clubs nach.