Verbrechen

Nachbar von Ariel Castro gesteht Sexualmorde

Die US-Stadt Cleveland (Ohio) hat im Jahr 2013 traurige Berühmtheit erlangt.

Dort waren drei Frauen und ein Kind viele Jahre gefangen gehalten, misshandelt und vergewaltigt worden. Der Täter Ariel Castro wurde für diese Verbrechen zu lebenslanger Haft verurteilt, im September erhängte er sich. Nun ist die Polizei in der Nachbarschaft von Castros Haus wieder einem mutmaßlichen Sexualstraftäter und Mörder auf die Spur gekommen.

Der Mann hat vor einem US-Gericht die Ermordung zweier Frauen und die Vergewaltigung zahlreicher Kinder gestanden. „Ich bin kein Monster. Ich fühle viel Reue“, sagte der Angeklagte Elias Acevedo am Montag in Cleveland. Insgesamt bekannte er sich in 297 Anklagepunkten schuldig. Sein Geständnis war Teil einer Einigung im Strafverfahren, die ihm die Todesstrafe erspart hat. Unter anderem gestand Acevedo, im Jahr 1994 seine Nachbarin Pamela Pemberton ermordet zu haben. Zur Last gelegt wurde dem 49-Jährigen zudem der Tod der schwangeren 18-jährigen Christina Adkins, die 1995 spurlos verschwunden war.

Acevedo bekannte sich der Vergewaltigung und sexueller Übergriffe auf Minderjährige schuldig. Einige der Fälle lagen mehr als 25 Jahre zurück. Dem Prozess in einem Gerichtssaal in Cleveland wohnten viele der nun erwachsenen Opfer und Verwandten der getöteten Frauen bei, etliche weinten. Als einige von ihnen sich direkt an ihren mutmaßlichen Peiniger wandten, brach auch dieser in Tränen aus. Nach Angaben von Richter Michael Donnelly drohen Acevedo insgesamt 445 Jahre Haft.