Bürokratisch

Neue Papiere für Hawaiianerin mit langem Namen

Lange, komplizierte Namen sorgen bei Behörden meist für Schwierigkeiten und sind mit Unannehmlichkeiten verbunden.

Honolulu –Vor allem, wenn sie die Grenzen der gesetzlichen Richtlinien sprengen. So geschehen im US-Bundesstaat Hawaii. Janice "Lokelani" Keihanaikukauakahihuliheekahaunaele musste jahrelang dafür streiten, dass ihr außergewöhnlicher Name komplett ausgeschrieben auf ihrem Führerschein und im Pass auftaucht.

Bisher verweigerten die Ämter dies, denn bisher durften es nicht mehr als 35 Buchstaben für einen Namen auf einem Standarddokument sein. Da durfte auch Janice "Lokelani" Keihanaikukauakahihuliheekahaunaele keine Ausnahme bilden. Doch allein Frau K.'s Nachname besteht ja schon aus 35 Lettern plus einem zusätzlichen hawaiianischen Zeichen, das "Okina" genannt wird. Der letzte Buchstabe tauchte ergo nie auf den Dokumenten auf, ganz abgesehen von Frau K.'s Vornamen.

Regelmäßig führte dies an Flughäfen und anderswo zu Irritationen und Zeitverzögerungen. Bei einer Verkehrskontrolle etwa bereitete ihr ein Polizist erhebliche Unannehmlichkeiten, was sie schließlich dazu veranlasste, sich wegen des Namensproblems an die Medien zu wenden. Seit Montag ist nun alles anders: Janice Keihanaikukauakahihuliheekahaunaele hat den Streit gegen die Behörden gewonnen. Ihr ganzer Name steht jetzt im Führerschein und im Pass.

Dazu wurde von der Transportbehörde sogar eine extra Richtlinie erlassen, die besagt, dass sowohl Vor- und Nachname jeweils 40 Lettern haben dürfen und der Mittelname 35 Buchstaben.