Europa

Wetter extrem mit Stürmen, Schnee und Wärmerekorden

Stürme, Schnee und Wärmerekorde: Das Orkantief „Dirk“ über der Nordsee hat das Weihnachtswetter in Europa mit Extremfolgen bestimmt.

Die Stürme wüteten vor allem über Großbritannien und Frankreich, in beiden Ländern starben sieben Menschen. Auch in Spanien, Polen oder Tschechien litten die Menschen unter Unwettern. In europaweit Hunderttausenden Haushalten fiel der Strom aus: ein Fest ohne Licht, Heizung, Herd.

Zugleich sorgte „Dirk“ für den Zustrom milder Mittelmeerluft gen Norden und trieb vielerorts in Deutschland an Heiligabend die Temperaturen auf Rekordhöhe. Am wärmsten war es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Baden-Baden und in Emmendingen bei Freiburg mit jeweils 17,5 Grad.

Allein in Großbritannien waren über die Feiertage bis zu 300.000 Haushalte phasenweise ohne Strom, mehr als 90 Menschen mussten wegen Flutwarnungen ihre Wohnungen verlassen. Fünf Menschen starben. Darunter waren zwei Hundehalter, die ihre Tiere aus reißenden Fluten retten wollten.

Nach warmem Föhn an den Vortagen behinderten am zweiten Feiertag Sturm und Schnee den Bahnverkehr in der Schweiz und Norditalien. In den Schweizer Alpen waren wegen Lawinengefahr mehrere Strecken unterbrochen. Von den Zugausfällen war am stärksten der Kanton Graubünden betroffen. In Italien störte der Sturmausläufer auch den Fährverkehr. In Genua konnten Fähren zeitweise nicht ablegen. Mehrere Flüge wurden umgeleitet, eine Reihe von Passstraßen in den Alpen gesperrt.