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Prozess: „Costa“-Offizier vor Gericht: Schettino war abgelenkt ++ Porno-Streaming: Staatsanwaltschaft prüft Massenabmahnungen ++ Oktoberfest: 21 Monate auf Bewährung für abgebissene Lippe

„Costa“-Offizier vor Gericht: Schettino war abgelenkt

Bei der Kommandoübergabe vor der Havarie der „Costa Concordia“ war Unglückskapitän Francesco Schettino nach Aussage seines diensthabenden Offiziers durch ein Telefonat abgelenkt. Der Kapitän habe das Kommando zunächst nicht offiziell übernommen, während sich das Schiff der Insel Giglio genähert habe, sagte Ciro Ambrosio als Zeuge im Prozess gegen Schettino in Grosseto aus. Schettino habe schließlich das Kommando doch übernommen und eine höhere Geschwindigkeit angeordnet. Minuten später rammte das Kreuzfahrtschiff Unterwasserfelsen vor Giglio. „Wir sind zu nahe, das ist verrückt“, lautete zuvor ein Kommentar auf der Kommandobrücke.

Staatsanwaltschaft prüft Massenabmahnungen

Im Skandal um Massenabmahnungen wegen des Abrufs von Sexvideos im Web prüft die Staatsanwaltschaft Köln die Einleitung von Ermittlungen. Zurzeit untersuche man, ob ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen falscher Versicherung an Eides statt gegenüber dem Landgericht Köln einzuleiten sei, sagte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer. Es gehe dabei darum, ob eine Regensburger Anwaltskanzlei gegenüber dem Landgericht Köln falsche Angaben gemacht habe, um an Nutzerdaten heranzukommen. Von der Abmahnungswelle sind mehrere Zehntausend Internetnutzer betroffen.

21 Monate auf Bewährung für abgebissene Lippe

Auf dem Oktoberfest kommen eine Frau und ein Mann sich immer näher, bis sie seine Lippe zwischen die Zähne nimmt. Doch das, was ein anderer Besucher da zufällig gefilmt hat, ist kein Annäherungsversuch: Die Frau reißt dem Mann brutal ein Stück Fleisch aus der Unterlippe. Dafür musste sie sich jetzt in München vor Gericht verantworten. Wieso genau die beiden ursprünglich aneinandergeraten sind, konnte bei der Gerichtsverhandlung nicht mehr geklärt werden. Das Gericht lobte die Einsicht der Frau, sah die Tat jedoch als so schwerwiegend an, dass es sie zusätzlich verurteilte: zu einem Jahr und neun Monaten Haft auf Bewährung. Die Frau ist zurück in die USA gereist.